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Arbeit ist ein Teil vom Leben, der Sinn stiften soll

15.10.2014 – Erwerbstätigkeit ist kein „Wunschkonzert“. Um überlebensfähig zu sein, hat der Betrieb die Aufgabe, Geld zu verdienen. Punkt. Das kommt Mitarbeitern, Familienangehörigen, Kunden und der Gesellschaft zugute. Das bedeutet auch Zwänge. Und auch die müssen angenommen, beachtet werden. Wenn mein Geschäft von 8-18 Uhr geöffnet sein soll, können eben nicht alle 17 Uhr nach Hause gehen… Wie stelle ich mir die Zukunft vor: freie Einteilung, ergebnis- und nicht zeitorientiert, Vereinbaren von Arbeitsort und Umgebung, möglichst sicher und gesund. Unternehmerisches Denken und Handeln wird gefördert.

Ich wünsche mir, dass wieder mehr Menschen Freude an Arbeitsergebnissen haben. Sie sollen die Struktur und Freiheit bekommen, die sie benötigen. Und zwar so, dass das Gleichgewicht von Rechten und Pflichten im Bewusstsein bleibt und aufrecht erhalten wird. Dann bestimmen die Verantwortung für Kunden, Ergebnis und Kollegen den Einsatz und die Hilfe untereinander. In meinem Betrieb arbeite ich an Konzepten zu modernem, hilfreichen Arbeits- und Gesundheitsschutz, der unternehmerisches Denken und Handeln unterstützt und eine perfekte Ergänzung zum Beispiel zu QualitätsManagement-Systemen ist.

Leben und arbeiten gehören zusammen, weil Arbeiten ohne Leben eine Quälerei ist
und Leben ohne Arbeiten frustriert, erniedrigt und strukturlos macht.

Arbeitsergebnisse sollen Freude machen. Dabei soll die Arbeitswelt den notwendigen Verdienst sichern und Menschen gesund erhalten. Natürlich macht Arbeit nicht immer Spaß. Wer leert schon gerne 6.30 Uhr morgens bei -5°C und Schneefall anderer Leute Mülleimer? Doch das Ergebnis meines Tun soll (wenigstens) motivieren: Die Straße ist sauber, es gibt keine Müllberge und keine Epidemien.

Ich bin in der glücklichen Position des „Kopfarbeiters“. Feste Arbeitszeiten sind für mich nur dann wichtig, wenn ich mich mit anderen verabredet habe. Ich weiß, dass das den wenigsten Arbeitenden vergönnt ist. Ich habe also „leicht reden“, wenn es um flexible Arbeitsmodelle geht. Für mich strebe ich die richtige Balance zwischen Freiheit und Belastung an. Ich beobachte, was ich persönlich am Beruf befriedigend empfinde. Das versuche ich auch bei meinen Mitarbeitern zu erfragen und zu beobachten. Daraus ergibt sich für mich die Möglichkeit zu fördern und zu fordern. Nur so kommt Entwicklung und Verbesserung zustande.

Subjektive Bedürfnisse erfordern individuelle Konzepte

Worin die individuelle Balance von Leben und Arbeiten liegt, das ist für Menschen sehr unterschiedlich. Ich kenne Arbeitnehmer in der Massen- und Serien-Produktion, die ihre Schicht- und Zeitmodelle lieben, weil sie eine gleichbleibende Struktur geben. Anfangs- und Endzeiten liegen fest. Sie können planen. Für die Beteiligten ist alles klar. Nicht jeder möchte überhaupt flexible Modelle mit ständigen Änderungen, selbstbestimmten Freiheiten und Unwägbarkeiten. Diese Wünsche sind legitim. Wenn Arbeit und Leben zusammen gehören und einen Sinn haben sollen, müssen wir subjektiven Bedürfnissen gerecht werden. Wunderbar wäre es, wenn ein Betrieb dem Rechnung tragen kann.

Die größte Herausforderung für Chefs ist, passendes Personal zu finden und dauerhaft zu binden. Ich bevorzuge langfristige Bindungen, bei Kunden- und Lieferantenbeziehungen, bei Belegschaft, bei Partnern. Ich bin der festen Überzeugung, dass Stabilität in Leben und Arbeit mit belastbaren Grundwerten und Grundsätzen zu mehr Lebensqualität führt.

Dazu ist es notwendig, dass wir Unternehmer uns um Gesundheits- und Arbeitsschutz unserer Mitarbeiter kümmern. Mit transparenten Prozessen und Entscheidungen können wir für Verständnis und guten Willen im Betrieb sorgen. Diese Haltung wird damit fast zwangsläufig an unsere Kunden transportiert, was für eine tiefere und für alle Seiten bessere Geschäftsbeziehung sorgt.

Eigenverantwortung fördert unternehmerisches Denken und die Freude am Gestalten

Ich versuche eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der ich mich selbst wohlfühle und die für die Mitarbeiter und Partner angenehm ist. Insbesondere möchte ich erreichen, dass Fehler gemacht werden dürfen. Anhand von Fehlern können wir als Firma lernen. Mit Offenheit und Vertrauen statt Strafen verhindere ich als Chef, dass Beschlüsse nicht vertuscht werden. Vorschläge sind gut, unabhängig davon, wer sie macht.

Ideen besprechen wir gemeinsam. Sowohl im eigenen Betrieb als auch bei Geschäftspartnern werbe ich für das Subsidiaritätsprinzip: die unterste geeignete Ebene löst die Frage eigenverantwortlich und rückversichert sich nur in Zweifelsfällen bei einer „höheren Instanz“. Das fördert Verantwortung und Freude am Gestalten.

Aktuell beschäftigen mich mehrere Themen:

  • systematisch Arbeits- und Gesundheitsschutz betreiben, z.B. als Mittel zur Mitarbeitermotivation und -bindung (kann ich als eigene Session beim EnjoyWorkCamp anbieten)
  • Personalentwicklung in kleinen Unternehmen – wie macht man das als Chef, der keine Personalabteilung hat?

Grundsätzlich bin ich sehr gespannt, was an Sessions beim EnjoyWorkCamp zusammenkommt. Ich freue mich drauf, Neues zu sehen und zu lernen und den ein oder anderen konstruktiven Beitrag abzugeben :-)

Weiterlesen: Zum Profil von Georg Schütz – Impulsgeber unserer Initiative Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft und Teilgeber des EnjoyWorkCamps Stuttgart 2014.

Dieser Artikel wurde verschlagwortet mit: Arbeitswelten, Lebenswelten, Arbeitsergebnisse, Struktur, Freiheit, Arbeitsschutz, Gesundheit, unternehmerisches Denken und Handeln, Qualität, QualitätsManagement, QMS, Eigenverantwortung



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