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Paradigmenwechsel Führungskultur in Deutschland

03.11.2014 – Nun ist schwarz auf weiß in Zahlen, Daten, Fakten belegt, was wir im Rahmen der Initiative Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft bereits intuitiv spürten: Die Unternehmenskultur in Deutschland ändert sich. Vorbei die Zeit des Vordenkens und Anweisens, der Hierarchie und Planbarkeit. Führungskräfte stehen heute und zukünftig für prozess- und lösungsorientierte Ergebnisoffenheit, für Transparenz, Einfühlen und Kooperation. nextpractice veröffentlichte eine repräsentative Studie der Großwetterlage "Gute Führung in Deutschland".

Unter der Leitung von Prof. Dr. Peter Kruse und Andreas Greve, Geschäftsführer der nextpracice GmbH aus Bremen, wurde das Forum “Gute Führung” ins Leben gerufen. Ihr Ziel ist, “Führungsverantwortliche in Deutschland dabei zu unterstützen, Führungskonzepte neu zu denken, die den komplexen Anforderungen der modernen Arbeitswelt gerecht werden und Unternehmen zukunftsfähig machen.” Im Rahmen der Zukunft Personal präsentierte am 16. Oktober 2014 nun André Sobieraj von der nextpractice GmbH die Ergebnisse ihrer aktuellen Studie.

So leitet das Forscherteam drei Bereiche für einen Werte-Konsens ab:

  • Hierarchie und Planbarkeit: Die Zeit des Vordenkens ist vorbei.
  • Ergebnisoffenheit: Führungskräfte lassen sich auf Unsicherheit und Führung als gemeinsamen Suchprozess ein.
  • Transparenz, Einfühlen und kooperieren: Es sind die Voraussetzungen angesichts der komplexen Dynamik, die neue Wege eröffnen.

Daraus ergeben sich drei Stufen für den Wandel in Unternehmen:

  1. Aus Management werde Leadership
  2. Führung definiert Rahmenbedingungen und vermittelt Sinnzusammenhänge für eine wachsende Eigendynamik
  3. Einbetten der Unternehmensaktivitäten in einen stabilisierenden Werte-Kanon

Zusammenfassend sind das zehn Kernaussagen zu “guter Führung”

  • Flexibilität und Diversität sind weitgehend akzeptierte Erfolgsfaktoren.
  • Prozesskompetenz ist für alle das aktuell wichtigste Entwicklungsziel.
  • Selbst organisierende Netzwerke sind das favorisierte Zukunftsmodell.
  • Hierarchisch steuerndem Management wird mehrheitlich eine Absage erteilt.
  • Kooperationsfähigkeit hat Vorrang vor alleiniger Renditefixierung.
  • Persönliches Coaching ist ein unverzichtbares Werkzeug für Führung.
  • Motivation wird an Selbstbestimmung und Wertschätzung gekoppelt.
  • Gesellschaftliche Themen rücken in den Fokus der Aufmerksamkeit.
  • Führungskräfte wünschen sich Paradigmenwechsel in der Führungskultur.
  • Führungskultur wird kontrovers diskutiert.

Die Ergebnisse der sehr spannenden Studie habe ich via madiko zusammengefasst und verlinke auf die Quellen: Großwetterlage Führungskultur in Deutschland.

Ich freue mich auf die Diskussion dazu im Rahmen unseres EnjoyWorkCamps, wie diese Ergebnisse weitergetragen werden und wie wir sie ins Handeln umsetzen können.


Foto: Das Bild zeigt recht deutlich Wunsch einer Planbarkeit und Wirklichkeit der tatsächlichen Wege menschlichen Wirkens. Sehr symbolisch auf den Punkt gebracht von André Sobieraj, nextpractice GmbH, im Rahmen seines Vortrags. Und somit soll es auch hier als Symbol für eine sehr interessante Studie und diesem Beitrag dienen. Rechte bei André Sobieraj.

Dieser Artikel wurde verschlagwortet mit: Führung, Kultur, Unternehmen, Führungskultur, Unternehmenskultur, Wandel, Transformation, Handlungsfelder, Studie



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