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Herausforderung Umweltschutz, Arbeitskultur und Bildung

21.05.2015 – Wir Verbraucher machen uns immer häufiger Gedanken darüber, woher unsere Konsumgüter stammen und wie sie produziert werden. Umweltschutz - das ist gut. Der Druck im heutigen Arbeitsleben ist durch die Schnelllebigkeit und das Konkurrenzdenken enorm. Bemerkenswert, dass es Unternehmen gibt, in denen sich Mitarbeiter “innerlich frei” fühlen. Eine große Aufgabe - ein spannendes Thema. Was ich mir wünsche: Der Umgang mit unserem Kommunikationsverhalten und den Medien sollte fest in Bildungsprogramme integriert werden. Wir brauchen mehr Verbindlichkeit, Tiefgründigkeit und ehrliches Interesse.

Umweltschutz, (neue) Arbeitskultur und ein verändertes Bildungssystem gehören zu den größten und wichtigsten Herausforderungen unserer Zeit. “Das System macht uns kaputt!”, sagte mir Florian Opitz. Ich sprach mit dem Filmregisseur von Speed – Auf der Suche nach der verlorenen Zeit und kann ihm in dieser Aussage nur zustimmen.

Eine große Aufgabe ist die Auflösung der vielen Glaubenssätze und Denkmuster, die uns durch die soziale Konditionierung mitgegeben wurden. Sie begleiten uns tagtäglich. Sie erhöhen den Druck, der sich in Schnelllebigkeit und Konkurrenzdenken niederschlägt. Fragen, die mich in diesem Zusammenhang beschäftigen, sind:

  • Wie schaffen wir es, dass Menschen gerne arbeiten, sich entfalten können und dabei gute Ergebnisse erzielen?
  • Mit Selbstbestimmtheit und gegenseitigem Vertrauen?
  • Mit gesunder Führung und wertschätzendem, empathischen Umgang untereinander?

Es gibt die Unternehmen, in denen sich Mitarbeiter “innerlich frei” fühlen. Das ist meines Erachtens der Schlüssel zu einer neuen Arbeitskultur. Spannend finde ich in diesem Zusammenhang, inwiefern das Bedingungslose Grundeinkommen dafür sorgen kann, dass wir uns auch finanziell frei fühlen. Kreative Ideen entwickeln und gerne Verantwortung übernehmen – so sollte das doch sein. Aussagen wie “geht nicht” und “Wann soll ich das noch machen?” haben dann hoffentlich ein Ende.

Dafür müssen Menschen aktiv(er) in die persönliche Verbindung zueinander treten. Mehr miteinander sprechen. Wir brauchen Eigeninitiative. Wir brauchen mehr Verbindlichkeit, Tiefgründigkeit und ehrliches Interesse. Ebenso halte ich für wichtig, zu fördern, was sich um “selbst” dreht: Selbstvertrauen, Selbsterkenntnis, Selbstwert.

Im Grunde fängt das schon in der Schule an. Dass außer trockenem Lernwissen gleichwohl soziale Kompetenzen gefragt sind, wird größtenteils ignoriert. Der Lehrer trägt frontal vor. Die Schüler sind zum Zuhören und Stillsitzen verdammt. Sportunterricht ist unterrepräsentiert, obwohl Körper und Geist zusammengehören. Mit Bulimie-Lernen – Stoff reinpfeifen, nach der Prüfung auskotzen – wird gießkannenartig Wissen über die Schüler gekippt. Gute Ansätze, wie Bildung anders gestaltet werden könnte, liefert meiner Meinung nach Richard David Precht. Ich glaube, es war sein Vorschlag, das Unterrichtsfach “Beziehungskunde” einzuführen.

Auch in Sachen Umwelt- und Naturschutz gibt es bereits Initiativen, die einiges bewirken. Den Bio- und Fair-Trade-Trend zum Beispiel sehe ich positiv. Er zeigt, dass wir Verbraucher uns immer häufiger Gedanken darüber machen, woher unsere Konsumgüter stammen. Und wie sie produziert werden. Ich finde gut, dass Menschen in Repair-Cafés Elektrogeräte reparieren. Wir bauen energieeffiziente Häuser. Mit Kokonsum tauschen wir Zeit und Gegenstände. Besitz war gestern. Heute nutzen wir Carsharing oder Services wie airbnb.

In diese Richtung muss es weitergehen. Warum müssen – allem technischen Fortschritt zum Trotz – Autos und Flugzeuge die Luft verpesten und Lärm produzieren? Wenn wir das abschaffen, wäre das ein weiterer riesiger Schritt nach vorne in unserer Lebensqualität!

Ohne Erwartungen lebt es sich am besten. Deshalb bin ich gespannt, was das EnjoyWorkCamp zutage bringt. Ich bin das erste Mal dabei und freue mich auf alle Teilnehmer.


Weiterlesen: Zum Profil von Daniel Held – Impulsgeber der Initiative lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft und Teilgeber des EnjoyWorkCamps Stuttgart 2015.

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