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Nur wer losgelassen wird, kann fliegen lernen

07.07.2015 – Wann macht Arbeit Spaß? Sind es nette Leute im Team, die zueinander passen? Ist es das mir geschenkte Vertrauen? Ist es der Moment, wenn meine Arbeit dazu führt, dass Mitmenschen mit meiner Unterstützung an ihr Ziel kommen? Es ist, wenn ich einen Unterschied machen kann. Wenn ich für Projekte arbeiten darf, die ich selbst auch toll finde. Erfolg ist für mich, wenn ich gut bin, in dem was ich tue und andere das sehen und schätzen… und wenn sich das am Ende natürlich monetär auszahlt. Richtig gut kann ich jedoch nur sein, wenn ich das tue, was meinen Talenten entspricht und mich begeistert.

Nur wenn ich selbst brenne, kann ich andere entzünden. Ein wichtiger Erfolgsfaktor ist also Freiheit. Freiheit, mir auszusuchen, mit wem ich wie arbeiten möchte. Ebenso wichtig ist Flexibilität. Gute Ideen, Texte, Kreativität, kann man nicht planen. Dann zu arbeiten, wenn es dem eigenen Rhythmus am besten entspricht, spart Zeit. Wie oft haben wir eine brilliante Idee unter der Dusche. Wo hört Arbeit auf? Wo fängt das (Privat)Leben an? Es wächst alles zusammen und wird zu einer Welt.

Geht es zukünftig also mehr um Achtsamkeit und unsere Bedürfnisse?

Ein klares: Ja. Intensiv Arbeiten und sich Auszeiten nehmen. Gerade in meinem Beruf ist mal komplett offline sein wichtig. Dafür gehe ich zum Beispiel gern in Gegenden, wo ich sowieso kaum Empfang habe. Oder ich nehme mir bewusst eine freie Zeit, in der ich mich nicht auf Social Media, Netzwerken und so weiter konzentriere. Mein Hund hilft mir außerdem dabei, mich mindestens dreimal am Tag ausgiebig zu bewegen, Sport zu machen, im Hier und Jetzt zu sein. Ein gesunder Lebensstil ist eben wichtig, um langfristig fit für die “Kopfarbeit” sein zu können.

Motiviert, arbeitswillig, idealistisch, familien- und gesundheitsbewusst

So sehe ich die Gen Y. Doch nicht nur sie. Dies gilt für viele Arbeitnehmer jeder Generation. Das Bewusstsein für die Art und Weise wie wir arbeiten (wollen) ändert sich. Für mich zum Positiven. Ich finde es toll, wenn ich spontan in die Berge fahren kann, weil gerade kein Termin ansteht. Ortsungebunden kann ich meine Projekte vorantreiben. Ob im Zug, auf der Almhütte oder am Büroschreibtisch – Social Media oder auch konzeptionelle Arbeit lässt sich wunderbar mit Smartphone, IPad oder Notebook realisieren. Losgelöst von einer Präsenz- und Anwesenheitspflicht verändert sich noch mehr. Wir gewinnen Freiheit über unsere Zeit.

Einen wichtigen Anteil an diesen Veränderungen in unserer Gesellschaft übernimmt zwischenmenschliche Kommunikation.

Denn die Bedürfnisse nach Beteiligung und individueller Zufriedenheit aus einer sinnvollen Tätigkeit prägen stärker als “goldene Handschellen” – also ein hohes Gehalt, für das man tut, was gesagt wird. So hat Kommunikation viel mit unserem Streben nach Anerkennung, Wunsch nach Mitgestaltung, Wertschätzung und vor allem mit Authentizität zu tun. Mit Social Media verschieben sich dabei auch Unternehmensgrenzen. Es wird zunehmend egal, ob intern oder extern kommuniziert wird. Menschlichkeit tritt in den Vordergrund.

Es ist schön zu sehen, dass die Bereitschaft von Unternehmen immer mehr steigt, Mitarbeitern freien Lauf zu lassen.

Ihnen zu vertrauen und sie damit an der Gestaltung des Unternehmens teilhaben zu lassen. Das ist Wissensarbeit konsequent weitergedacht. Ich möchte, dass mehr Menschen gesundheitsbewusster, flexibler und kreativer arbeiten können. Dazu gehört für mich, auf den eigenen Körper zu hören, Flexibilität zu genießen, zu entspannen. Dann können wir mit Spaß und Energie an die Arbeit gehen.

Freier Lauf ist aber noch mehr. Ich suche den Ausgleich in der Natur. Mir geht es darum, das Gefühl für unsere Natur und das Schützenswerte an ihr nicht zu verlieren. Arbeiten am Meer, in den Bergen, wo ich gerade bin. Und wieder ganz abschalten. Das schafft Kreativität und Innovation.

Wenn ich nur ein kleiner Teil davon sein kann, diese neue Arbeitswelt mitzugestalten, habe ich viel geschafft. Denn:

Nur wer losgelassen wird, kann auch fliegen lernen.

Ich freue mich, Teil dieser Bewegung zu sein und Unternehmen auf dem Weg in die neue Arbeitswelt zu begleiten. Es ist toll, Freiheiten zu schaffen, die die Motivation und den Spaß an der Arbeit fördern. Sodass Mitarbeiter und Chefs langfristig mit Freude und Gesundheit ihrer Berufung nachgehen können.

Genial, ihnen dann beim Fliegen zuzusehen.
Sandra Kirschbaum

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Sandra Kirschbaum ist Impulsgeberin der Initiative Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft und beim EnjoyWorkCamp mit dabei.

Lass Dich inspirieren von den Einblicken in die gelebte Praxis unserer Impulsgeber.

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