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Selbstbestimmt leben und arbeiten

17.07.2014 – Leben und arbeiten gehören zusammen wie Wasser und Brot. Brennen wir für eine Vision, erreichen wir die größtmögliche Effektivität unseres Schaffens. Privates vermischt sich mit Posten. Aus Belastung wird pure Freude. Verbinden wir uns mit unserer Vision, gibt es keinen negativen Stress. Diese Grundhaltung überträgt sich auf die Lebensart. Je mehr Zufriedenheit ich im Beruf empfinde, umso glücklicher ist mein Privatleben. Je glücklicher meine Privatsphäre umso energiegeladener kann ich mich der Erwerbstätigkeit widmen. Je selbstbestimmter wir gestalten, desto erfüllter können wir leben.

Ebenso wichtig ist es, dass Berufsausübung in kein starres Korsett gezwungen wird. Gelingt es, Erwerbstätigkeit so weit wie möglich den Bedürfnissen der Belegschaft anzupassen, wird sich der Arbeitnehmer verstanden und wohl fühlen. Widmen wir uns wieder ernsthaft den Werten! Mitgefühl und Dienst am Mitmenschen sollten keine leeren Phrasen sein, sondern unseren Alltag bestimmen.

Leider treten im Geschäftsleben oftmals die von Kindesbeinen gelehrten Ideale in den Hintergrund. Ich wünsche mir ein Arbeiten voller Ehrlichkeit. Ist es erforderlich Heerscharen von Anwälten zu beschäftigen, wenn ein aufrichtiger Handschlag ausreichend ist? Oft werde ich gefragt, was dieses „Gewinn / Gewinn oder kein Geschäft” für mich bedeutet. Der Auftraggeber bekommt eine hervorragende und wirtschaftliche Leistung – wir als Dienstleister eine angemessene Entlohnung. Andere zu übervorteilen, widerstrebt mir. Ich möchte, dass jeder am Ende zufrieden ist – der Betroffene, seine Angehörigen, der Arbeitgeber und genauso unser Projekt-Team.

Meine Erfüllung finde ich darin, Menschen mit Handicap zu helfen. Ich begleite sie dabei, sich wohler an ihrem Arbeitsplatz und in ihrer häuslichen Umgebung zu fühlen. Am zufriedensten bin ich, wenn ich dazu beitragen kann, dass Betroffene und ihre Angehörigen Freude am Leben empfinden. Unser Grundbedürfnis ist es, eine Aufgabe im Leben zu haben. Dies steht natürlich auch Älteren und Menschen mit Behinderungen zu. Indem wir die Umgebung nach den individuellen Bedürfnissen anpassen, können wir alle selbstbestimmt leben und arbeiten.

Jeder hat besondere Fähigkeiten, die es zu unterstützen und zu fördern gilt. Der Arbeitsplatz für Menschen mit Handicap – sei es altersbedingt oder durch Krankheit – gliedert sich harmonisch in das Arbeitsumfeld ein. Er ist exklusiv auf die Person zugeschnitten, denn jede Beeinträchtigung ist anders. Dennoch bleibt er selbstverständlich. Ein ergonomischer Arbeitsplatz nutzt die Stärken der Person und gleicht das individuelle Handicap des Betroffenen durch geeignete Hilfsmittel und Prozesse aus.

Für Menschen mit Autismus ist beispielsweise wichtig, dass sich das Arbeitsumfeld nicht oder nur selten verändert. Gleiche und wiederkehrende Abläufe und eine eigens vereinbarte Form der Kommunikation – darauf gilt es in der Zusammenarbeit zu achten. Menschen mit Multiple-Sklerose wiederum brauchen flexible Arbeitsplatzkonzepte. Die Krankheit und damit der Grad der Einschränkungen variieren beständig. An diese Veränderungen – im Guten wie im Schlechteren – sollte sich auch der Arbeitsplatz anpassen.

Nicht nur die Betroffenen profitieren von einer selbstbestimmten Lebenswelt. Wir tragen mit unserer Arbeit dazu bei, die Fluktuation von Mitarbeitern und die Zahl der Krankheitstage deutlich zu reduzieren. Pflegende Angehörige finden schnell ins Berufsleben zurück. Sie sind konzentrierter und leistungsfreudiger. Sorgenfrei – oder doch zumindest mit deutlich geringeren Sorgen – widmen sie sich wieder beherzt ihren Aufgaben. Mit einem ergonomischen und gesunden Arbeitsumfeld steigt die Lebensqualität in und um das jeweilige Unternehmen. Das zieht Fachkräfte an und bindet die Mitarbeiter aktiv ein.

Wie Eberhard bereits verdeutlicht hat – wir sind Menschen in sozialen Netzwerken. Dafür brauchen wir Offenheit und Ehrlichkeit. Daraus kann Zuversicht wachsen. Dies wiederum ist die Basis für gute Lösungen, die dem Gemeinwohl – und damit uns allen – dienen. Eine Kultur des Vertrauens stärkt jede Firma als Ganzes. Als Gemeinschaft begegnet man so den Herausforderungen der Zukunft flexibel, resilient und krisenfest.

Weiterlesen: Zum Profil von Guido Kroll – Impulsgeber unserer Initiative Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft und Teilgeber beim EnjoyWorkCamps Stuttgart 2014.

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