EnjoyWorkCamp 2016 — Session-Dokumentation

Können Menschen "neue Führung" erkennen und wertschätzen?

Anregungen, Fragen, Wünsche?

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EnjoyWorkCamp 2016

Das BarCamp zu Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft im Überblick:


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Sessiongeber: Frank H. Baumann-Habersack
Wann/Wo: 11.11.2016, 17:00 Uhr, Raum “Bertold Brecht”

dokumentiert von Frank H. Baumann-Habersack, Dominik Brünner, Franziska Köppe

Thema

Führung wandelt sich mehr in Richtung Augenhöhe und Gleichwertigkeit. Mitarbeiter, die jahrelang nur “autoritäre Führung” kennen, erleben jetzt auf einmal sich anders verhaltende Führungskräfte. Erkennen sie das überhaupt als Führung (an)?

Die Herausforderung

  • Mitarbeiter haben das Gefühl, Führungskraft macht sich das Leben leicht.
  • Ideen entwickeln, was es bräuchte, damit Mitarbeiter neues Führungsverhalten als Führung (an)erkennen und als Mehrwert für ihre Arbeit sehen / schätzen.

Zentrale Fragen & Arbeitsthesen, Ideen & Lösungsansätze sowie weiterführende Links siehe
Können Menschen neue Führung erkennen und wertschätzen?

Abkürzungen:

  • FK = Führungskraft
  • MA = Mitarbeiter

Zentrale Fragen & Arbeitsthesen

Ausgangssituation: Führungskraft traf (gemäß konventioneller Führungskonzepte) alle Entscheidungen. Nun beginnt der Veränderungsprozess hin zu Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft.


  • Wie wird Führung erkannt, die nun aus der neuen Haltung heraus keine Entscheidungen mehr (allein) trifft?
  • Was passiert da, wo Selbstorganisation keinen Mehrwert hat (oder schwierig ist)?
  • Geht “Führung ohne Führungskraft”, wenn die FK im Nebenraum / extra Büro sitzt, aber “nicht in Führung” macht?
  • Wo liegt der Mehrwert, dass Mitarbeitende Führungsaufgaben übernehmen?
  • Können Mitarbeiter überhaupt den Wert schätzen, den Führung als Funktion in einer Gruppe bringt (z. B. zur Arbeitsfähigkeit, Schutz vor Grenzen, Vernetzung, Integration, Moderation, …)?
  • Wo geht neue Arbeit in Ausbeutung und Selbstausbeutung über?
  • Was passiert, wenn keiner die Verantwortung übernimmt (aus Angst, keine Lust oder sonstige Gründe)?
  • Sind Führungskräfte die Psychotherapeuten eines Teams?
  • Welche Tätigkeiten hat eine Führungskraft – im konventionellen und im innovativen Sinne?

Ideen & Lösungsansätze

  • Aufträge “zu entscheiden” zurück geben (und dies begründen)
    —> funktioniert nur über Konsequenz über einen längeren Zeitraum
  • MA + FK machen getrennt voneinander Listen (Inventur + Wunschliste), was Führungsaufgaben sind – danach die Aufgaben verteilen, nach dem Prinzip “wer hat Lust auf die Aufgabe” (als Aufgabenpool)
  • Gestaltung des Aufgabenpools: Jeder übernimmt freiwillig, wofür sie/er die volle(!) Verantwortung trägt / tragen möchte
  • die Frage beantworten, was Mitarbeiter davon haben, Führungsaufgaben zu übernehmen
  • im Team klären, wie hoch die Widerstände gegen (Führungs)Aufgaben sind. Dann daran arbeiten, dass die Widerstände verringert werden. (Wierstandsindex, Lust-Prinzip)
  • offene Diskussionen darüber, welche Aufgaben es gibt, die erledigt werden müssen (Wertbeiträge klären)
  • Kommunikationsdesign / Entscheidungsdesign der Firma in Abhängigkeit von den Ebenen:
    - Arbeitsebene: konsultativer Einzelentscheid und Diktatorship (volle Verantwortung übernehmen)
    - Prozess / Struktur-Ebene: Gruppen-Entscheide
    - Strategie-Ebene: gesamte Belegschaft entscheidet
  • Es braucht Konfliktfähigkeiten und -fertigkeiten, Disziplin und Konfrontationsfähigkeiten.
  • Veränderung braucht Zeit und Kurs halten (—> im Alltag testen).
  • Verantwortungskonflikte aushalten.
  • Ausstiegsprogramme für Mitarbeiter, die kein Interesse und keine Bereitschaft für diesen Weg haben anbieten.

Weiterführende Links

Darüber hinaus empfehlen wir einen Blick in unsere Buch-Tipps via LeseLust



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