EnjoyWorkCamp 2016 — Session-Dokumentation

Ist die "Theorie des Statusarrangements" wertvoll für die Arbeit in/mit selbstorganisierten Kreisen? (Abgrenzungsdynamik)

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EnjoyWorkCamp 2016

Das BarCamp zu Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft im Überblick:


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Sessiongeberin: Silke Schemer
Wann/Wo: 12.11.2016, 14:00 Uhr, Raum “Erich Kästner”

dokumentiert von: Silke Schemer

Thema

Überprüfung, ob die Theorie des Statusarragements hilfreich bei der Arbeit in und mit selbstorganisierten Gruppen ist.

Die Herausforderung

  • Dilemma zwischen Diversität fordern und einheitlichem Führungsstil
  • Fallbeispiel: Die Zusammenarbeit von Polizei und Staatsanwaltschaft unter dem Blickwinkel arbeits- und sozialpsychologischer Theorien


Zentrale Fragen & Arbeitsthesen, Ideen & Lösungsansätze siehe
Ist die Theorie des Statusarrangements wertvoll für die Arbeit in/mit selbstorganisierten Kreisen?

Zentrale Fragen & Arbeitsthesen

Die “Theorie des Statusarrangements” von Dr. Silke Schemer ist wertvoll für die Arbeit in / mit selbstoranisierten Kreisen.

Das Berücksichtigen beider Betrachtungsebenen (materiale Handlungsebene und formale Reflexionsebene) löst das Dilemma zwischen Diversität fordern und einheitlichem Führungsstil auf. Ist man als Team hinsichtlich der relevanten Diversitätskriterien auf formaler Reflexionsebene noch ausdifferenziert, kann man auf materialer Handlungsebene diffus sein und somit erfolgreich kooperieren.

Ist ein Team jedoch auf formaler Reflexionsebene diffus, sind die Unterschiede zwischen Rollen / Aufgaben nicht klar, ist es auf materaler Handlungsebene divergent und verhält sich unkooperativ.

„Es ist immer wieder faszinierend, wie Unternehmen, die Diversität und Respekt vor Unterschieden fordern, gleichzeitig dem 'richtigen' Führungsstil das Wort reden. Und das Konsistenzproblem nicht einmal erkennen. Man kann aber nicht ohne logische Probleme Diversität plakatieren und gleichzeitig Einheitlichkeit wollen.“ Reinhard K. Sprenger, Das anständige Unternehmen: Was richtige Führung ausmacht – und was sie weglässt, 1998, S.153

“Dieses 'Konsistenzproblem' löst die 'Theorie des Statusarrangements' dadurch, da sie in zwei Ebenen differenziert. Auf einer formalen Reflexionsebene gilt es demnach, sehr wohl differenziert zu sein – also genau dort sind auch Diversität etc. notwendig. Wichtig ist nur, dass man sich diese Unterschiede bewusst macht. Wenn dem so ist, das also klappt, kann man auf der materialen Handlungsebene sich sehr wohl diffus verhalten – also in dem Fall von Sprenger auch 'gleichermaßen' einheitliches Führungsverhalten erkennen und beobachten. Das ist dann ein Zeichen von gut funktionierender Zusammenarbeit. Dies liegt jedoch nur dann vor, wenn eine klare Ausdifferenzierung auf formaler Ebene erfolgt ist. Also anders formuliert: Ich gebe Reinhard K Sprenger Recht: Man kann nicht einfach einheitliches Führungsverhalten fordern. Gleichwohl ist es möglich – und auch trotz und gerade wegen ausdifferenzierter, klar reflektierter Unterschiede zwischen Menschen, Rollen etc. Insofern also kein Konsistenzproblem.” Dr. Silke Schemer

Weitere Ideen und Gedanken der Gruppe (stattys)

  • Reflexionsfähigkeit setzt bestimmte Ich-Entwicklung voraus
  • Bewusstsein schaffen über eigene Gefühle (Bedürfnisse, eigener Reflexionsgrad)
  • Es braucht eine innere Beobachtungsinstanz
  • Vertrauen – Konkurrenz
  • gemeinsamer Nenner ist Habitusformation
  • Komplizenschaft, ETA-ZH ist kein Netzwerk
  • spricht über Beziehungen
  • immer wieder Differenzierung auf formaler Reflexionsebene überprüfen, um Vertrauen diffus auf Handlungsebene sein zu können
  • Marker:
    - erfolgreiche Kooperation
    - divergent auf der Handlungsebene
  • Tetralemma: weitere Entscheidungsmöglichkeiten (Du machst beides)
  • Berufsgruppen-Identität – Mensch-DNA

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