Eberhard Huber im Profil

Eberhard Huber ist Teil des Kernteams. Als ImpulsgeberIn wird Eberhard bei unserer Unkonferenz EnjoyWorkCamp Stuttgart 2014 vor Ort sein. Das komplette Team stellen wir Dir unter Initiatorin & Kernteam vor. Alle Impulsgeber findest Du in unserer Teilnehmerliste.

Eberhard Huber, Freiberuflicher Projektleiter in Forschung, Lehre und Praxis aus Ludwigsburg

Dr. Eberhard Huber

Freiberuflicher Projektleiter in Forschung, Lehre und Praxis.

pentaeder
Ludwigsburg
Baden-Württemberg | Deutschland

pentaeder.de

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft...

Mit der begrifflichen Trennung von Lebens- und Arbeitswelten bin ich nicht glücklich, dazu sage ich später noch mehr.

Der Großteil des Wirtschaftssystem folgt zwei Grundprinzipien: „Profitmaximierung“ und „Spätfolgen ignorieren“. Allein der unzweifelhafte Rückgang der fossilen Energieträger wird zu einem Bruch führen. Diese Prinzipien stehen vor dem Ende.

Die größte Herausforderung der nächsten 20 Jahren wird in der Gestaltung eines Übergangs vom aktuellen zu einem nachhaltigeren und menschlicherem Wirtschaften liegen.

Leben und arbeiten gehören zusammen...

Ich muss den Satz von vorne und von hinten ergänzen bzw. umformulieren: „Ich wünsche mir eine Gesellschaft in der wir die begriffliche Trennung von Leben und (Erwerbs)-Arbeiten nicht mehr brauchen.“

Ich habe Arbeit bewusst um „Erwerb“ ergänzt. Aktuell erfährt vor Allem die Erwerbsarbeit gesellschaftliche Anerkennung. Dabei gilt: „Je höher das Einkommen desto besser“. Das wiederum korrespondiert mit dem der unternehmerischen Maxime der Profitmaximierung um jeden Preis.

Mein ergänzter Satz ist Ausdruck einer Utopie in der der monetäre Erwerb gegenüber anderen Arbeiten zurücktritt. Ich wünsche mir ein Leben, das von verschiedenen Arbeiten durchdrungen ist. Ich wünsche mir, dass die Überbewertung der „gut dotierten Erwerbsarbeit“ aufhört. Ich wünsche mir eine Gesellschaft, in der das „Wickeln eines Babys“ den gleichen Respekt erfährt wie das Führen eines Unternehmens.

Bewusst leben. Erfolgreich arbeiten. Zukunft gemeinsam gestalten.

Ideal ist ein großes Wort. Mir würde “menschliche“ Arbeit schon reichen. Wenn ich von „menschlich“ spreche habe ich drei Punkte im Kopf:

  • Menschen sind soziale Wesen.
  • Kooperation ist erfüllender als Konkurrenz.
  • Vertrauen und ein Gefühl der Sicherheit sind Grundbedürfnisse.

Arbeitsumfelder sollten auf diese Punkte Rücksicht nehmen. In Kennzahlen- und Profit-beherrschten Arbeitswelten werden Menschen gelegentlich zu austauschbaren Prozesselementen degradiert – nicht umsonst gibt es Begriffe wie „Human Resources“ oder „Humankapital“. Meine utopische Vision ist die einer Arbeitswelt in der diese Begriffe nicht mehr benötigt werden.

Diese Aspekte sind für mich Ansporn und Leitlinie für meine Arbeit als Projektleiter. Ich versuche dies in jedem Projekt umzusetzen. Über die Arbeit in konkreten Projekten, die mir den Lebensunterhalt sichert, engagiere ich mich stark in der PM Camp Bewegung und bei openPM. Wir sind gestartet mit der expliziten Aussage „Menschen sind keine Ressourcen“.

Ich würde mich freuen, wenn Initiativen wie die EnjoyWorkCamps und die PM Camp Bewegung zu einem mittelfristigen Umdenken beitragen.

Über mich

Eine kurze Vorstellung ist ein kniffliges Anliegen. Ich bin immerhin schon ein halbes Jahrhundert alt.

Beruflich komme ich aus den Naturwissenschaften, habe Physik mit den Schwerpunkten Astro-, Kern- und Plasmaphysik studiert. Promoviert habe ich in Werkstoffwissenschaften. Die wissenschaftlichen Wurzeln versorgen mich bis heute mit einer gewissen Grundneugierde und dem Drang, alles zu hinterfragen.

Seit fast zehn Jahren bin ich selbstständiger Projektleiter in Forschung, Lehre und Praxis. Das heißt, ich forsche in Sachen Projektarbeit, lehre gelegentlich an Universitäten oder coache andere Projektleiter. Um den Realitätsbezug nicht zu verlieren, rede ich nicht nur über Projektarbeit sondern arbeite in real existierenden Projekten. Um genau zu sein, verdiene ich mit der Praxis die Brötchen.

Projektarbeit ist auch der rote Faden durch die verschiedenen Stationen meiner beruflichen Laufbahn – hierfür ist wohl auch die Lust auf Neues verantwortlich. Zweimal bin ich bewusst von der Karriereleiter in großen Unternehmen abgestiegen, um etwas Neues zu beginnen bzw. Zeit für meine Familie zu haben. Letztendlich ist es die gemeinsame Arbeit (oder das gemeinsam „ schaffe“ wie der Schwabe sagt), die mir Freude und Erfüllung gibt.

Neben der Arbeit in konkreten Projekten engagiere ich mich in verschiedenen Initiativen. Sowohl bei open PM als auch der PM Camp Bewegung und nun Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft bin ich von Beginn an dabei.

Zu guter Letzt treibt mich noch ein gewisses Mitteilungsbedürfnis. Ich blogge seit vielen Jahren, einmal im projekt(B)LOG über Projektarbeit. Zum anderen in meinem privaten Blog über Kunst, Fotografie, Politik und anderes mehr. Im privaten Blog stehen auf der Seite „über den Schreiberling“ die folgenden Worte:

Mensch, Suchmaschine mit Sprachsteuerung (“Papa – hast Du meinen Schulranzen gesehen?”), Querdenker, Wissenschaftler, Dozent, manchmal Abenteurer, Projektleiter, Kunst-, Fotografie und Berg-Liebhaber, Hobby-Knipser, Fahrrad- und Bahnfahrer, Pfadfinder. Die kleine Pfadfinderseele treibt mich gelegentlich Texte zu schreiben, die meine Überzeugung von einer möglichen, besseren Welt zum Inhalt haben.

Damit soll der Vorstellung auch genug sein.

Meine Beiträge zur Initiative - Session-Ideen

Auf klassischen Konferenzen sind die Rollen zwischen Vortragenden und Zuhörern klarer verteilt als auf einem Barcamp. Innerhalb einer Barcamp-Session kann es viel leichter zu einer offenen Diskussion kommen. Idealerweise kommt es sogar zu einer gemeinsamen Arbeit am Thema. Das finde ich spannend und bereichernd.

Konkret beschäftigen mich die oben genannten Themen zur idealen Arbeit und wie sie in bestehenden Kontexten wahrgenommen und stärker berücksichtigt werden können. Ich bin nicht so naiv zu glauben, dass das reibungslos vonstatten gehen kann. Im Gegenteil – meine Erfahrung zeigt, dass es schmerzhafte Reibungspunkte gibt. Wenn soziale Interaktion und Kooperation zugelassen wird entstehen Führungskonflikte an und mit der in vielen Unternehmen meist statischen Hierarchie.

„Reibungspunkte zwischen Hierarchie und Kooperation“ so könnte der Titel (m)einer Session lauten.

Meine Fachbeiträge zur Initiative

Beiträge 2014

Interview im Rahmen des LifeWorkCamp 2013



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