Georg Schütz im Profil

Georg Schütz ist Impulsgeber unserer Initiative. Alle Akteure findest Du in unserer Impulsgeber-Liste.

Georg Schütz, Beratender Unternehmer für kleine und mittelständische Unternehmen zu Management-Systemen und Informations-Technologie aus Pirmasens

Georg Schütz

Beratung für kleine und mittelständische Unternehmen zu Management-Systemen und Informations-Technologie

KaMUX GmbH & Co. KG
Pirmasens
Rheinland-Pfalz | Deutschland

kamux.de

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft...

Ich bin der Meinung, dass wir endlich aufhören müssen, Leben und Arbeit voneinander zu trennen. Arbeit ist ein Teil von Leben, der Sinn stiften soll. Die Arbeitswelt soll den notwendigen Verdienst sichern, gesund erhalten und die Arbeitsergebnisse sollen Spaß machen. Zur Erläuterung: Arbeit macht nicht immer Spaß (wer leert schon gerne bei -5°C und Schneefall um 6.30 Uhr morgens anderer Leute Mülleimer?), aber das Ergebnis soll es tun (die Strasse/Stadt ist sauber, es gibt keine Müllberge und keine Epidemien).

Die größte Herausforderung für (kleine) Unternehmer ist meiner Ansicht, passendes Personal zu finden und langfristig zu binden. Dazu ist es notwendig, dass wir Unternehmer uns um Gesundheits- und Arbeitsschutz unserer Mitarbeiter kümmern und mit transparenten Prozessen und Entscheidungen für Verständnis und guten Willen im Betrieb sorgen. Diese Haltung wird damit fast zwangsläufig an unsere Kunden transportiert, was für eine tiefere und für alle Seiten bessere Geschäftsbeziehung sorgt.

Ich bevorzuge langfristige Bindungen, bei Kunden- und Lieferantenbeziehungen, bei Mitarbeitern, bei Partnern. Ich bin der festen Überzeugung, dass Stabilität in Leben und Arbeit mit festen Grundwerten und Grundsätzen einfach zu mehr Lebensqualität führt.

Leben und arbeiten gehören zusammen...

… weil Arbeiten ohne Leben eine Quälerei ist und Leben ohne Arbeiten frustriert, erniedrigt und strukturlos macht.

Ich bin in der glücklichen Position des „Kopfarbeiters“, für den feste Arbeitszeiten nur dann wichtig sind, wenn er sich mit anderen verabredet hat. Ich weiß, dass das den wenigsten Arbeitenden vergönnt ist. Ich habe also „leicht reden“, wenn es um flexible Arbeitsmodelle geht.

Ich kenne etliche Menschen in der Massen- und Serien-Produktion, die ihre Schicht- und Zeitmodelle lieben, weil sie eine feste Struktur geben. Anfangs- und Endzeiten liegen fest, man kann planen, alles ist für alle Beteiligten klar. Nicht jeder möchte überhaupt flexible Modelle mit ständigen Änderungen, selbstbestimmten Freiheiten und Unwägbarkeiten. Ich denke, dass wir diesen Wünschen auch gerecht werden müssen, wenn Arbeit und Leben zusammen gehören und einen Sinn haben sollen. Wunderbar wäre es, wenn ein Betrieb dem Rechnung tragen kann.

Aber: Arbeit, Arbeitszeiten und -modelle sind für mich kein „Wunschkonzert“. Der Betrieb hat die Aufgabe Geld zu verdienen. Punkt. Das kommt allen Mitarbeitern, Familienangehörigen, Kunden und der Gesellschaft zu gute. Das bedeutet auch Zwänge und auch die müssen angenommen und beachtet werden. Wenn mein Geschäft von 8-18 Uhr geöffnet sein soll, dann können eben nicht alle um 17 Uhr nach Hause gehen… Perfekt wäre in diesem Zusammenhang für mich, wenn sich die beteiligten Mitarbeiter und Vorgesetzten vernünftig und im Konsens auf eine Zeiteinteilung oder Schichtplanung einigten. Leider sind erfahrungsgemäß nicht alle Menschen konsensfähig…

Wie stelle ich mir die Zukunft vor: in meinem eigenen Unternehmen grundsätzlich so, wie es jetzt ist: freie Einteilung, ergebnis- und nicht zeitorientiert, freie Vereinbarung von Arbeitsort und Umgebung, möglichst sicher und gesund. Die Verantwortung für Kunden, Ergebnis und Kollegen bestimmen den Einsatz und die Hilfe untereinander. Da gibt es sicher noch einiges besser zu machen, Evolution ist erwünscht und wird gefördert.

In anderen Unternehmen: so dass wieder mehr Menschen Freude an Arbeitsergebnissen haben, die Struktur oder die Freiheit bekommen, die sie benötigen und so, dass das Gleichgewicht von Rechten und Pflichten im Bewusstsein bleibt und aufrecht erhalten wird.

Bewusst leben. Erfolgreich arbeiten. Zukunft gemeinsam gestalten.

Ich würde gerne „Freude an der Arbeit“ durch „Freude am Arbeitsergebnis“ ersetzen, das habe ich schon erklärt. Ich beschäftige mich sehr mit den Themen rund um Arbeits- und Gesundheitsschutz. Dazu gehören für mich auch Arbeitszeiten, die Ergänzung von Familie und Beruf und flexible Modelle, um gute Ergebnisse erbringen zu können.

Für mich selbst versuche ich die richtige Balance zwischen Freiheit und Belastung zu finden. Ich beobachte, was ich für mich persönlich am Beruf befriedigend empfinde. Das versuche ich auch bei meinen Mitarbeitern zu erfragen und zu beobachten. Daraus ergibt sich für mich die Möglichkeit zu fordern und zu fördern, nur so kommt Entwicklung und Verbesserung zustande.

Ich versuche eine Arbeitsumgebung zu schaffen, in der ich mich selbst wohlfühle und die auch für die Mitarbeiter angenehm ist. Insbesondere möchte ich erreichen, dass Fehler gemacht werden dürfen und zum Lernen führen und nicht zur Strafe oder zum Vertuschen. Vorschläge sind gut, unabhängig davon, wer sie macht. Ideen müssen möglichst gemeinsam besprochen werden. Sowohl im eigenen Betrieb als auch bei Kunden versuche ich für das Subsidiaritätsprinzip zu werben: die unterste geeignete Ebene löst die Frage eigenverantwortlich und rückversichert sich nur in Zweifelsfällen bei einer „höheren Instanz“. Das fördert Verantwortung und Freude am Gestalten.

Das Thema für mich: Methoden zu lernen und zu entwickeln, wie man diesen Gedanken weiter verbreiten kann.

Über mich

Ich bin die 5. Generation ehrbarer Kaufleute, aufgewachsen in einer Zeit ohne Smartphones, Spielekonsolen und ähnliches. Es gab 3 Fernsehprogramme, und nachts beim Programmende das Testbild und die Nationalhymne. Wir hatten echte Freunde (in 3D zum Anfassen), immer was zu tun und ein durchaus ausgefülltes Leben.

Ich habe meinen Beruf von klein auf in den Betrieben der Familie gelernt, nach dem Abitur zwei kaufmännische Lehren absolviert (Büro- und Reiseverkehrskaufmann), Rettungsdienst als Zivi gemacht, gearbeitet und mit 25 Jahren das Studium als Wirtschaftsingenieur begonnen, das ich mit 29 abgeschlossen habe, kurz vor der Geburt unserer ersten Tochter (wir haben zwei). Während der Studienzeit hatte ich immer Nebenjobs, als Stapler- bzw. LKW-Fahrer und als Dozent in der Erwachsenenbildung. Nach dem Studium habe ich in großen Unternehmen in IT, Projektmanagement und Organisation gearbeitet. Seit 10 Jahren betreue ich als beratender Unternehmer vor allem kleine und mittlere Unternehmen.

KMU machen heute mehr als 96% aller deutschen Unternehmen aus. Ich beschäftige mich vordinglich damit, wie dieses politisch fast unsichtbare Rückgrat unserer Wirtschaft auch weiterhin stabil bleibt. Ich erlebe Erfolg und Motivation besonders dann, wenn ich andere erfolgreicher machen kann. Daher beziehe ich auch meine Energie: ich will etwas und jemand bewegen und die Ergebnisse davon sehen.
Ich arbeite intensiv am KMUX-Projekt, einer vollständigen, sicheren und umfassenden IT-Lösung für KMU, die komplett aus freier Software besteht und allen frei zur Verfügung steht. Ich engagiere mich für freie Software, weil damit Teilhabe ermöglicht wird, für Ideengeber, für Entwickler und für Anwender. Ehrenamtlich engagiere ich mich bei Rotary, in sozialen Projekten, beim LUKI e.V. (freie Software im kirchlichen Umfeld) und als Vorsitzender eines großen Oratorienchors.

Im Betrieb arbeite ich an Konzepten zu modernem, hilfreichen Arbeits- und Gesundheitsschutz, der unternehmerisches Denken und Handeln unterstützt und eine perfekte Ergänzung zum Beispiel zu QM-Systemen ist.

Und ich entwickle leidenschaftlich gerne neue Konzepte und Ideen, meine Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter und andere junge Menschen, auch als Dozent an der HTW des Saarlandes (FH).

Meine Beiträge zur Initiative - EnjoyWorkCamp Session(s)

Mich beschäftigen mehrere Ideen für Sessions und Diskussionsrunden:

  1. systematisch Arbeits- und Gesundheitsschutz betreiben, z.B. als Mittel zur Mitarbeitermotivation und -bindung (kann ich als eigene Session anbieten)
  1. Personalentwicklung in kleinen Unternehmen – wie macht man das als Unternehmer, der keine Personalabteilung hat?

Grundsätzlich bin ich aber sehr gespannt, was an Themen zusammenkommt. Ich freue mich drauf, Neues zu sehen und zu lernen und vielleicht den ein oder anderen konstruktiven Beitrag abzugeben :-)



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