Helge Straube im Profil

Helge Straube ist Impulsgeber unserer Initiative. Alle Akteure findest Du in unserer Impulsgeber-Liste.

Helge Straube, Jungunternehmer aus Sulzburg.

Helge Straube

Jungunternehmer

Jicki Learning
Sulzburg
Baden-Württemberg | Deutschland

jicki.de

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft...

Zunächst einmal stellt sich mir die Frage, ob ich einer Erwerbstätigkeit (Arbeit) oder einem Beruf (Berufung) nachgehe. Erwerbstätigkeit bedeutet, dass die Motivation für die Tätigkeit “Arbeit” der Lohn in Form von Erwerb ist. Bei einem Beruf ist dem nicht so. Es bedarf primär keiner extrinsischen Motivation, wie es bei der Erwerbstätigkeit der Lohn ist. Beim Beruf existiert eine intrinsische Motivation, der Tätigkeit nachzugehen.

Davon ausgehend gestaltet sich die Lebenswelt im Sinne von Freizeit (die Zeit in der ich das tue, das ich gerne mache). Hat man einen Beruf, dann ist dieser Beruf Teil der Lebenswelt. In diesem Fall bedarf es keiner Trennung von Arbeits- und Lebenswelt. Hat man allerdings eine Arbeit, besteht eine Trennung der zwei Welten und diese ist einem auch stets bewusst.

Mir stellt sich die Frage, welche der zwei Formen „besser“ ist? Ist es nun besser, einen Beruf zu haben, der sich in meine Lebenswelt einbettet – oder lieber eine Arbeit zu haben bei der, wenn diese vorbei ist, Zeit für meine Lebenswelt vorhanden ist?

Leben und arbeiten gehören zusammen...

Leben und Arbeiten gehören auf jeden Fall zusammen. Denn, wer arbeitet (das steht fest) lebt auch.

Diese Frage nach Work-Life-Balance und Verbindung von Beruf und Familie zeigt, dass wohl das eine unter dem anderen leiden muss. Entweder das Leben unter der Arbeit, die Familie unter dem Beruf, die Arbeit unter dem Leben oder der Familie.

Hier stellt sich mir die Frage nach dem Wieso?

  • Wieso ist es die Norm 40 Stunden die Woche zu arbeiten?
  • Wieso haben augenscheinlich so viele Menschen keinen Beruf sondern eine Arbeit?
  • Wieso trennt man Arbeit (Work) und Privatleben (Life)?
  • Wieso entweder Arbeit oder Privatleben?

Bewusst leben. Erfolgreich arbeiten. Zukunft gemeinsam gestalten.

Bei meinem Praxispartner wurde vor einigen Jahren die Vertrauensarbeitszeit eingeführt. An der Uni habe ich gelernt, Vertrauensarbeitszeit bedeutet einfach ausgedrückt: Ich komme und gehe wann ich will, ohne Zeiten oder Pflichtstunden, die ich erbringen muss.

Auf den ersten Blick fand ich das super. Ich kann selbst entscheiden, wie lange und wann ich zu arbeiten habe. Denn ich hatte mich schon immer gefragt, wie die Leute das schaffen, tatsächlich jeden Tag acht Stunden konzentriert und produktiv zu sein.

Doch als ich dann nach zwei Wochen einarbeiten einmal mittags um Drei merkte, dass ich mich nicht mehr konzentrieren kann und mich auf den Nachhauseweg machte, wurde ich von meinem Team etwas merkwürdig angeschaut.

In den nächsten Wochen lebte ich noch weitere Male nach diesem Prinzip. Und immer wieder fing ich mir Blicke ein. In einer Teamkonferenz sprach ich das Thema dann offen an. Die Reaktion war: „Ja wir haben hier Vertrauensarbeitszeit und Du nutzt das eigentlich schon richtig, aber wir bei uns im Team machen das so nicht“.

Auf die Frage nach dem Warum nicht, konnten sie mir keine richtige Antwort geben. Hier fand ich sehr spannend zu beobachten, dass die Mitarbeiter die Möglichkeit haben, ihre Arbeitszeiten an ihren persönlichen Rhythmus anzupassen, diese aber nicht genutzt wurde.

Ich stelle mir die Frage wie man Rahmenbedingungen – wie zum Beispiel Vertrauensarbeitszeit – zum Leben erweckt. Es gibt schöne Theorien und Ansätze, doch wird einem selten gesagt, wie ich diese umsetze.

Über mich

Ich bin 24 Jahre alt und habe die letzten drei Jahre in Alfter „Wirtschaft neu Denken“ studiert.

Schon in meinem Studium bin ich immer wieder in das Spannungsfeld von Leben und Arbeiten geraten. Der Studiengang nennt sich Intensivstudiengang und hält dieses Versprechen auch. Die Semester waren verkürzt. Ich schrieb alle Prüfungen in einer Woche und ging danach in die Praxisphase. Urlaub gab es vier Wochen im Jahr. Die verbleibende Zeit arbeitete ich.

So im Nachhinein und wenn man das liest, klingt das nicht besonders nach Studieren und den Spaß, den man damit verbindet. Dennoch möchte ich die letzten drei Jahre nicht missen. Ich habe dort sehr viel gelernt und konnte mich entwickeln.

Ich habe für mich die Antwort gefunden, woher ich die Energie für die Dinge nehme, die ich tue. So lange es um mich selbst (den inneren Sinn) geht, kann ich die Energie aufbringen, die es bedarf. Wenn allerdings der innere Sinn verloren geht, fällt es schwer, Energie aufzubringen.

Meine Beiträge zur Initiative - EnjoyWorkCamp Session(s)

Ich war beim EnjoyWorkCamp 2014 dabei, um neue Impulse und Ideen zu erhalten und um Menschen zu begegnen, die Fragen haben.

Meine Fachbeiträge zur Initiative

Vokabelduschen für spielend leichtes Sprachen-Lernen

Jiki ist der afrikanischen Sprache Hausa entlehnt und bedeutet entspannend. Mit Jickilearning laden Christian Maier und ich dazu ein, sich von einer neuen Sprache berieseln zu lassen und sich im wahrsten Sinne des Wortes in der Sprache zu „duschen“. Dabei „duschst“ Du in so vielen Vokabeln, dass Dein Verstand gar nicht erst versucht, diese festzuhalten.

Wie beim wirklichen Duschen bist Du entspannt – gern auch bei geschlossenen Augen – und befindest Dich unterstützt durch die ruhige Musik in einem Zustand aufnahmebereiten Wohlempfindens. Nicht Pauken, sich etwas merken und Festhalten ist angesagt, sondern im Gegenteil: Loslassen, Geschehen lassen und sich Wohlfühlen führen zum Erfolg.

Quelle: © 2015 Jicki Basis Vokabeldusche Spanisch, Cartoons von Peter Späth

Weitere Basis Vokabelduschen:



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