Marcus Raitner im Profil

Marcus Raitner ist Impulsgeber unserer Initiative. Alle Akteure findest Du in unserer Impulsgeber-Liste.

Marcus Raitner, IT-Referent, Coach, Berater und Unterstützer in IT-Projekten aus Poing bei München.

Dr. Marcus Raitner

Referent IT, Informatiker, Projektmanager, Chief Excel Officer ;-)

openPM / BMW Group
Poing / München
Bayern | Deutschland

fuehrung-erfahren.de

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft...

Das Leben steckt voller Möglichkeiten. Die meisten davon erahnen wir nicht einmal ansatzweise. Bei mir waren ausnahmslos alle wichtigen Ereignisse und Entwicklungen der letzten Jahre nicht vorhersehbar oder planbar. Immer waren es Chancen, Gedanken oder Ideen, die ich spannend fand, neugierig verfolgte oder von denen ich mich mitreißen ließ im Vertrauen darauf, dass die Punkte sich rückblickend sinnvoll verbinden würden. Das taten sie auch, jeweils in einer Weise, die niemals planbar gewesen wäre.

»You can’t connect the dots looking forward; you can only connect them looking backwards. So you have to trust that the dots will somehow connect in your future. You have to trust in something — your gut, destiny, life, karma, whatever.« – Steve Jobs

Anstatt langfristiger Pläne bevorzuge ich kindliche Neugier, Achtsamkeit und Vertrauen in die Intuition. Das sind meiner Meinung nach die Kernkompetenzen der Lebensführung in einer Zeit, in der »normal ist, dass vieles anders ist und immer schneller anders wird« (Karl-Heinz Geißler). Ohne Experimentierfreude und Achtsamkeit für den glücklichen Zufall (Serendipity) werden wir unser Potential nicht voll entfalten können, 5-Jahres Pläne und Lebensziele hin oder her. Denn weder kennen wir unser Potential genau genug noch können wir vorhersagen welche Chancen sich uns bieten werden. Wir können nur Gelegenheiten schaffen indem wir vieles versuchen, neugierig und achtsam.

»Your time is limited, so don’t waste it living someone else’s life. Don’t be trapped by dogma — which is living with the results of other people’s thinking. Don’t let the noise of others’ opinions drown out your own inner voice. And most important, have the courage to follow your heart and intuition. They somehow already know what you truly want to become. Everything else is secondary.« – Steve Jobs

Leben und arbeiten gehören zusammen...

… weil es immer um den Menschen geht in seinem Streben nach Verwirklichung; ihre Trennung war nur eine vorübergehende Mode einer inhumanen Industriegesellschaft. Deshalb halte ich den Begriff Work-Life-Balance für verfehlt und gefährlich anachronistisch, denn er suggeriert, dass Arbeit und Privatleben verschiedene Pole der menschlichen Existenz wären und erst ausbalanciert werden müssten.

Das Problem beginnt aber schon mit der unscharfen Definition von Arbeit in der post-industriellen Welt: Ist mein Blog Arbeit? Sind Beiträge auf openPM Arbeit oder der Vorsitz des Vereins openPM e.V. oder die Organisation des PM Camps Und wie steht es mit dem ehrenamtlichen Jugendtrainer im Fussballverein? Oder der Hausfrau und Mutter?

Immer weniger Menschen arbeiten am Übergang in das Zeitalter der Wissensarbeit in einem scharf abgegrenzten 9-bis-5 Rahmen, der eine Work-Life-Balance überhaupt erst wohldefiniert und nötig erscheinen ließe. Und immer weniger wollen so arbeiten. Ich auch nicht.

Bewusst leben. Erfolgreich arbeiten. Zukunft gemeinsam gestalten.

Zunehmend findet Arbeit im Rahmen von Projekten statt. Projektarbeit kann eine willkommene Abwechslung zur Linien- oder Prozessarbeit sein. Projektarbeit kann aber auch zur Belastung werden indem sie sozialer Entwurzelung, Individualisierung und Sinnverlust Vorschub leistet, so jedenfalls meine These. Besonders gut dort lässt sich das dort beobachten, wo es ausschließlich Projektarbeit gibt, nämlich bei den Unternehmen der Dienstleistungs- und Beratungsbranche, beispielsweise bei IT-Dienstleistern. Es ist höchste Zeit die Projektarbeit verträglicher zu gestalten: Sinnvoll(e) Projekte machen.

Projektmanagement ist für mich in erster Linie eine herausfordernde Führungsaufgabe, in die jeder erst hineinwachsen muss. Diesen Prozess des Hineinwachsens in die Führungsaufgabe begleite ich deshalb bei allen meinen Mitstreitern sehr sorgfältig. Ich nenne das IT-Projektcoaching und meine damit die systematische Begleitung von Mitarbeitern in IT-Projekten als Coach, Mentor und Sparringspartner.

Wo eine übergeordnete Vision als Klammer per Definition fehlt, ist es schwer, Sinn im Projekt beim Kunden zu erfahren. Wo der einzige Maßstab und auch das vorrangig incentivierte Ziel die Auslastung der Mitarbeiter ist, stellt sich nur schwer Zusammenhalt und Kooperation ein. Wo aus Gründen dieser Auslastung die Projekte beliebig sind, wird soziale Entwurzelung billigend in Kauf genommen. All das ist keine Übertreibung, sondern trauriger Alltag bei zahlreichen Unternehmen der Dienstleistungs- und Beratungsbranche.

Dieses Muster ist system-immanent: als Durchlauferhitzer arbeiten und am systematischen Verschleiß gutes Geld verdienen. In Hinblick auf den demographischen Wandel und den damit einhergehenden Mangel an Fachkräften erscheint es aber doch ratsam, sich auf seine soziale Verantwortung zu besinnen und über geeignete Maßnahmen nachzudenken.

Folgt man der schlüssigen Argumentation des Buches Die Burnout-Lüge der Autorin und Ärztin Martina Leibovici-Mühlberger dann ergeben sich zwei Spannungsfelder in denen als Maßnahme die Prioritäten neu zu sortieren sein werden. Erstens Kooperation und Teilhabe versus Konkurrenz und Individualisierung und zweitens Sinn und eigener Beitrag versus Beliebigkeit und Austauschbarkeit. Generell gilt: je stärker die Kultur von Konkurrenz und Individualisierung geprägt ist und je beliebiger und damit sinnfreier die Projekte gewählt werden, desto höher wird das Gefährdungspotential ausfallen.

Umgekehrt würde ein verantwortlich handelndes Unternehmen dafür sorgen, dass erstens vornehmlich ein Geist der Kooperation herrscht, so dass man sich gegenseitig bei Problemen und Engpässen unbürokratisch helfen darf und tatsächlich kollegial hilft. Und zweitens würde ein solches Unternehmen die richtigen Projekte machen, nämlich Projekte die den Mitarbeitern mehr bedeuten als nur Auslastung und Entlohnung. Zugegeben: ziemlich idealistisch und sicherlich eine ferne Vision, aber für mich ist die Richtung damit klar.

Über mich

Als Informatiker kenne ich den Werdegang vom Experten zum Projektmanager und ins Linienmanagement aus eigener Erfahrung sehr genau. Darum begleite ich Menschen auf diesem Weg professionell als Coach und Sparringspartner.

Ich lege großen Wert darauf, nicht nur schlau zu reden, sondern auch selbst anzupacken. Entsprechend ist der Übergang zwischen Coaching, Beratung und Unterstützung im konkreten IT-Projekt immer fließend und meine Rolle wechselt dynamisch vom Coach bis zum Interimsmanager. Treu bleibe ich in jedem Fall meiner Projektmanagement-Philosophie — Passend statt standardisiert!

Über Themen des Projektmanagements im allerweitesten Sinne schreibe ich regelmäßig in meinem Blog. Dabei habe ich schon viele interessante Menschen kennenlernen dürfen und es haben sich viele spannende Entwicklungen ergeben: Ich bin Mitorganisator des sehr erfolgreichen PM Camps in Dornbirn und Mitglied des Kernteams der PM Camp Bewegung. Ich habe openPM ins Leben gerufen und bin erster Vorsitzender des Vereins openPM e.V.

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