Nadine Dannert im Profil

Nadine Dannert ist Impulsgeber unserer Initiative. Alle Akteure findest Du in unserer Impulsgeber-Liste.

Nadine Dannert, Unternehmerin und User Experience Designerin aus Hamburg

Nadine Dannert

Unternehmerin / User Experience Designerin

Wunschfeld Design
Hamburg
Deutschland

wunschfeld.net

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft...

In dem digitalen und kreativen Umfeld, in dem wir uns mit Wunschfeld Design bewegen, beobachten wir, dass Lebens- und Arbeitswelt sehr stark zusammenwachsen. Besonders deutlich wird dies an dem Trend des digitalen Nomadentums, wo Menschen ihre Arbeit und das Reisen in der ganzen Welt für sich verbinden. Für Wissensarbeiter wird es in Zukunft meiner Meinung nach viele Möglichkeiten geben, sich positive Lebens- und Arbeitsbedingungen nach eigenen Vorstellungen selbstständig zu schaffen. Aber ich sehe das auch als Privileg.

Viel Arbeit muss auch in Zukunft „erledigt“ werden und lässt sich nicht von jedem Ort der Welt ausführen. Darüber hinaus müssen Unternehmen sich vor allem in unserem Bereich damit auseinandersetzen, sehr gute Arbeitsumgebungen zu schaffen, um gute Mitarbeiter an das Unternehmen zu binden. Google und Facebook sind die bekannten Vorreiter in diesem Bereich. Aber auch da stellt sich für mich die Frage, ob ich diesen Trend als positiv oder negativ betrachte. Lauter Annehmlichkeiten im Büro, wie z.B. ein freies Abendessen, sorgen auch dafür, dass sich Menschen nur noch dort bewegen und die Arbeit anfängt Familie und Freunde zu ersetzen.

Insgesamt wirft das Thema Zukunft der Arbeit sehr viele Fragen bei mir auf. Eine Auswahl der Themen, die mich beschäftigen und die auch für das EnjoyWorkCamp interessant sein könnten:

  • Wie kommen wir weg von unserem Leistungsdenken, das heute in der Burnout-Medaille gipfelt? Oder anders ausgedrückt: Dem Empfinden, dass nur die Arbeit als wertvoll angesehen wird, die besonders viel Mühe und Anstrengung bedeutet und gut bezahlt ist? Wann ist genug genug?
  • Wie wird uns die Digitalisierung in der Arbeitswelt in der Zukunft beeinflussen? Was bedeutet die Always-On-Mentalität für Arbeitnehmer und Arbeitgeber?
  • Wie können wir Unternehmen überzeugen, dass sich Spaß und Sinn bei der Arbeit auch in der Produktivität eines Mitarbeiters zeigen?
  • Wie schaffen wir es vom 9-to-5 Anwesenheits-Denken hin zu einer Ergebniskultur?
  • Bei all der Arbeit: Wie können wir lernen auch mal wieder richtig faul zu sein? ;) Und wie können wir Unternehmen vermitteln, dass sich das ganz großartig auf die Kreativität ihrer Mitarbeiter auswirkt?

Leben und arbeiten gehören zusammen...

… weil Arbeit einen sehr großen Stellenwert im Leben einnimmt – bei den meisten von uns ja ein Drittel des Tages. Da empfinde ich es als wichtig, dass mich die Arbeit mit Sinn erfüllt, dass ich Spaß habe bei dem was ich tue und immer wieder neues lernen kann. Als Gründerin hat die Arbeit für mich grad eine große Bedeutung im positiven Sinne – ich empfinde sie als sinnvoll und fühle mich frei in meinen Entscheidungen. Das war nicht immer so.

Ich habe in Branchen gearbeitet, die sehr stark durch Überstunden gekennzeichnet sind – wie z.B. der Werbung, in Startups und in der Musikbranche. Da gehört es zum guten Ton den gesamten Tag bei der Arbeit zu verbringen – auch gern mal am Wochenende. Und in den ersten Jahren war ich als junger Mensch von der Arbeit auch so begeistert, dass ich dieses Konzept gar nicht in Frage gestellt habe. Aber irgendwann stellt sich die Sinnfrage ganz von selbst und ich habe begonnen, meine Arbeitswelt kritisch zu begutachten und auch Ärger und Verständnislosigkeit dafür zu entwickeln, wie Menschen ausgenutzt werden (oder sich ausnutzen lassen) mit einer Selbstverständlichkeit von Unternehmen die für sich das beste wirtschaftliche Ergebnis erzielen wollen ohne Gedanken an den Menschen.

Dadurch ist 2013 work bliss entstanden – als Blog und Twitter, wo ich mich mit Themen rund um Employee Engagement, Produktivität, Kreativität, Leadership und Zukunft der Arbeit beschäftige und wie Menschen ihr Glück bei der Arbeit finden können.

Als weiteren Schritt habe ich gemeinsam mit meinem langjährigen Kollegen und Freund Dirk Platzek Anfang 2013 die Designagentur Wunschfeld gegründet. Gemeinsam testen und schaffen wir uns in diesem Rahmen Arbeitskonditionen, die unserem Ideal am nächsten kommen.

Bewusst leben. Erfolgreich arbeiten. Zukunft gemeinsam gestalten.

Durch work bliss und unsere Firmengründung habe ich festgestellt, dass nicht immer alles einfach oder gut ist, was in der Theorie auf den ersten Blick so wirkt. Schrittweise lernen wir bei Wunschfeld in unserem täglichen Arbeitsleben, was für uns funktioniert und was nicht.

Ich habe zum Beispiel gemerkt, dass ich durch meine Vergangenheit zu Beginn unserer Gründung sehr in „Angestellten“-Strukturen gedacht habe und 9-to-5 für mich völlig normal war. Und wir haben für uns festgestellt, dass wir gerne zusammen arbeiten und dem Tag eine Struktur geben – auch wenn jeder eigentlich im Café sitzen oder arbeiten könnte wann er möchte.

Dafür gibt es aber nachmittags jetzt häufig auch mal ein Nickerchen, dass dafür sorgt, dass der Nachmittag wesentlich produktiver verläuft. Und beim Sport werden auch mal die Tweets und E-Mails gelesen. Solche Freiräume führen für mich dazu, dass die Trennung zwischen Arbeits- und Lebenswelt immer mehr verschwimmen, weil eine Trennung auch schwierig wäre.

Dennoch muss auch genug Zeit für Ausgleich bleiben. Auch wir müssen mal von all unseren Tablets, Smartphones und PCs weg und aufs Wasser schauen um den Kopf für neue Ideen freizumachen. Diese Grenzen zu ziehen, ist nicht immer einfach. Da alles digitale stark unseren Arbeitsalltag prägt, aber inzwischen auch privat die Normalität darstellt.

Ein weiterer Schritt wird für uns, wenn wir in Zukunft Angestellte haben. Unser Ziel ist, für diese Mitarbeiter einen Arbeitsplatz zu schaffen, der sie mit Sinn erfüllt und ihnen die Möglichkeit gibt, lebenslang zu lernen. Ich möchte, dass sich Kollegen untereinander wertschätzen ohne Ellenbogen-Mentalität. Und ich glaube, dass Menschen großartige Arbeit leisten, wenn Ihnen Vertrauen und Respekt entgegengebracht werden mit viel Entscheidungsfreiheit für eigene Projekte.

Ich hoffe wir machen da einen guten Job :-) Das wäre für mich Erfolg.

Über mich

Seit 2013 bin ich gemeinsam mit Dirk Platzek Inhaberin der Designagentur Wunschfeld.

Ursprünglich habe ich Medieninformatik in Berlin studiert und vor der Unternehmensgründung als Angestellte und Freelancer für verschiedenste Unternehmen gearbeitet – von Konzernen, Startups, Mittelstand und auch einem Bundesministerium war da sehr viel bei.

Über meine Website www.work-bliss.de und unter meinem Twitter Account @work_bliss verteile ich (fast immer) täglich interessante Artikel zu den folgenden Themen: Happiness@work, Zukunft der Arbeit, Motivation, Produktivität, Kreativität, Design Thinking, Positive Psychologie, Digital Nomads und Remote Work.

Meine Beiträge zur Initiative - EnjoyWorkCamp Session(s)

Für mich ist es das erste EnjoyWorkCamp und ich freue mich sehr auf den Austausch mit Gleichgesinnten. BarCamps kenne ich bisher hauptsächlich aus dem Design- und Digital-Bereich und jedes Mal bin ich begeistert mit vielen Ideen nach Hause gegangen. Ich bin sicher, dass das auch beim EnjoyWorkCamp der Fall sein wird.

Themen

Vom Angestellten zum Unternehmer: Ich schaffe mir eine Arbeitswelt wie sie mir gefällt.
Gern als Diskussion und Erfahrungsaustausch zu den Höhen und Tiefen!

Busy is bullshit! Eine Diskussionsrunde
Wie leben in einer Leistungsgesellschaft in der Arbeiten bis zum Umfallen von vielen Unternehmen nicht unterbunden wird. Immer erreichbar zu sein und Überstunden werden zur Selbstverständlichkeit für jeden Mitarbeiter – zum Teil auch aus Eigeninitiative, weil ganze Branchen es vorleben. Nicht immer liegt es am Chef, wenn Leute viel arbeiten – auch Kollegen machen sich zum Teil das Leben untereinander schwer. Wie können wir Lösungen finden für beide Seiten?

Meine Fachbeiträge zur Initiative

Es gibt keinen Text, der für mich besser widerspiegelt, wie sinnvolle erfüllende Arbeit jenseits von einer 9-to-5 Denke aussehen kann:
What I learned about work from being a dancer (geschrieben von meinem Kollegen Dirk Platzek von Wunschfeld Design für work bliss)

Mein tägliches Büro-Hundeglück: Woof! Warum Hunde am Arbeitsplatz glücklich machen

Marionette im Firmen-Kasperletheater

Introversion in der Arbeitswelt



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