Miriam Kuhnke im Profil

Miriam Kuhnke ist Impulsgeber unserer Initiative. Alle Akteure findest Du in unserer Impulsgeber-Liste.

Miriam Kuhnke, Akteurin für nachhaltiges Wirtschaften und Fahrrad-Enthusiastin aus München.

Miriam Kuhnke

Akteurin für nachhaltiges Wirtschaften und Fahrrad-Enthusiastin

Samstag-Rad
München
Bayern | Deutschland

samstag-rad.de

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft...

Unter dem Begriff Lebenswelt fasse ich, wie der Begriff an sich schon sagt, die gesamte Welt des Lebens. Dabei unterscheiden sich die Lebenswelten aller Menschen aufgrund ihrer unterschiedlichen Umwelten und Erfahrungen voneinander. Einen wichtigen Teilbereich dieser Lebenswelt stellt immer die sogenannte Arbeitswelt dar. Dabei habe ich mich in der Vergangenheit viel mit den Fragen auseinandergesetzt, was eigentlich Arbeit ist und wie weit sich meine Arbeitswelt von meinen anderen Lebenswelten unterscheiden darf bzw. wie weit sich das überhaupt klar abgrenzen lässt.

Immer mehr Menschen verbringen den Großteil ihrer (Lebens-)Zeit auf der Arbeit und müssen mehr Herausforderungen in kürzerer Zeit meistern. Häufig stellen sie nur die Rädchen im Getriebe dar und müssen vor allem schnell und reibungslos funktionieren, damit das Unternehmen monetär weiter wachsen kann. Für mich ist dabei die größte Herausforderung wie Unternehmen in der steigenden Komplexität der Welt wieder vermehrt den Menschen in den Mittelpunkt stellen können. Denn die Wirtschaft ist für den Menschen da und nicht der Mensch für die Wirtschaft.

Betrachtet man Studien, die belegen, wie viele Menschen bereits innerlich gekündigt haben und ihre Arbeit nur aufgrund ihres Gehaltes machen, ist dies erschreckend. Der wichtigste Ansatzpunkt dem entgegen zu wirken, ist dabei aus meiner Sicht Menschen wieder stärker zu Entscheidungsträgern zu ermächtigen und ihnen auf diese Weise der Wahrnehmung des Rädchen im Getriebe entgegen zu wirken. Menschen sind intrinsisch motiviert, sobald sie eine Aufgabe finden, die sie mit Herzblut verrichten. Das größte Potential für einen Änderungsansatz sehe ich hierfür in der Gestaltung der Organisation.

Meine persönliche Erfahrung zeigt, desto kleiner ein Unternehmen ist, desto einfacher lässt sich dies umsetzen. Hier versuche auch ich meine persönlichen Akzente zu setzen. Zwar gibt es auch für große Unternehmen bereits Konzepte, welche mögliche Wege aufzeigen – wie zum Beispiel die Unterteilung in stark voneinander unabhängige Teams – doch ist die Umsetzung der meisten Ansätze aufgrund der Komplexität durch die Größe der Unternehmen enorm schwer.

Leben und arbeiten gehören zusammen...

Alles, was ich in meiner Lebenszeit mache, gehört zu meinem Leben. Dabei nimmt selbstverständlich alles, was in der Gesellschaft irgendwie unter Arbeit definiert wird einen der größten Anteile ein. Ich forme also einen großen Teil meiner Selbstwahrnehmung, meines Selbstbildes durch meine Arbeit.

Ich arbeite unglaublich gerne: Das Gefühl, wenn ich merke, dass ich etwas Neues entwickle, etwas gestalte und damit voranbringen kann, treibt mich am meisten an. Aus diesem Grund fällt es mir schon immer schwer zu sagen, dass das „Arbeit“ ist. Denn viele Menschen verbinden mit dem Begriff eher etwas Negatives. Für mich ist meine Arbeitszeit – zumindest im größten Teil der Zeit – die Zeitwährend der ich mich austoben und ausprobieren kann.

Ich glaube die Stärke unserer Zeit liegt darin, dass immer mehr Maschinen Arbeiten übernehmen können, die wir vielleicht nicht so gerne machen. Dazu kommt die Entwicklung, dass die Barrieren immer niedriger werden, dass Menschen Dinge ausprobieren können und damit auch ihren eigenen Weg gehen können. Das größte Hindernis hingegen sehe ich immer noch in der starken gesellschaftlichen und mentalen Verknüpfung von Geld und Arbeit und dem Gedanken der Produktivität. So geht es immer noch bei den meisten darum, mehr zu verdienen, mehr zu produzieren, ganz nach dem Prinzip „höher, schneller und weiter“.

Die Zukunft der Arbeit liegt für mich darin, dass jeder Mensch die Möglichkeit bekommt, etwas zu finden, was er gerne macht und sein Herzblut da hinein zu stecken.

Bewusst leben. Erfolgreich arbeiten. Zukunft gemeinsam gestalten.

Mich treibt die Idee an, dass jeder Mensch seine persönliche Leidenschaft für die Arbeit entdeckt, dass jeder Mensch etwas findet, wofür er von sich aus motiviert ist zu arbeiten. Und auf diese Weise Arbeit aus dem Deckmantel der „Zwangsarbeit“ herauskommt und trotzdem jeder seinen Lebensstil finanzieren kann.

Ein wichtiger Schritt ist für mich das Aufbrechen von starren Rahmenbedingungen und die Entwicklung hin zu mehr Spielräumen. Ich persönlich tue mich zum Beispiel schwer mit dem starren Arbeitszeitenformat von 9-17 Uhr. Denn ich arbeite zum Beispiel sehr gerne spät abends zu Hause mit lauter Musik, während die meisten aus meinem Freundeskreis bereits Feierabend haben.

Ich beobachte jedoch auch, dass dieses Format nicht allen liegen würde. Jeder Mensch hat andere „produktive“ Zeiten am Tag. Deswegen stellt es für mich in der Zukunft eine besondere Herausforderung dar, verschiedene Modelle nebeneinander zuzulassen, die trotzdem aber immer wieder gemeinsame Schnittstellen haben und so eine erfolgreiche Zusammenarbeit ermöglichen.

Das größte Thema für mich in der vergangenen Zeit war und ist die Definition von Arbeit. Was ist Arbeit, wo fängt Arbeit an und wo hört sie auf? Wie lange kann ich produktiv an etwas weiterarbeiten, wie häufig brauche ich Regenerationsphase, Raum für Müßiggang. Auch hier glaube ich, dass jeder dazu sein eigenes Format ausprobieren und finden muss.

Über mich

Selber sehe ich mich als Raumschaffende, Querdenkerin und Potentialentfalterin. Zunächst wählte ich den Weg eines BWL-Bachelors. Doch musste ich bereits nach kurzer Zeit feststellen, dass mich die Perspektive auf Gewinnmaximierung und Rendite, die Reduktion des Menschen auf Modelle wie den Homo Oeconomicus eher erschreckten und vor allem abschreckten.

Auf der Suche nach anderen Antworten und Lösungsansätzen entdeckte ich schnell alles, was unter dem Begriff der Nachhaltigkeit zusammengefasst wird, wo Wirtschaften neben dem ökonomischen auch soziale und ökologische Komponente beinhaltet. Diese Vorstellungen vertiefte und formte ich dann ausführlich in meinem Master Nachhaltiges Wirtschaften an der Universität Kassel.

Zwischen dem Bachelor und Master wollte ich die Praxiswelt entdecken und machte in einem großen Konzern ein Praktikum in der Nachhaltigkeitsabteilung. Bereits nach kurzer Zeit wusste ich trotz sehr guter Jobchancen, dass die Konzernwelt für mich nicht geeignet ist. Stattdessen entschied ich nun nach meinem Master meinen ganz eigenen persönlichen Weg in der Selbstständigkeit zu suchen.

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Das größte Projekt ist hierbei Samstag Rad, wo ganz im Sinne einer Kreislaufwirtschaft aus alten schrottreifen Fahrrädern wieder künstlerische fahrbare Unikate upgecycelt werden. Samstag Rad bildet mit diesem Ansatz für mich ein Best-Practice-Beispiel, um konkrete Wege aufzuzeigen, wie Alternativen aussehen können.

Interessen: (Kultur-) Raumschaffende, Querdenkerin, Potentialentfalterin, Resilienz, Erfolgreich Scheitern, Antifragilität, Nachhaltigkeitskommunikation, Fun-Theory, künstlerisches Filmen & Fotografieren, Gestaltung des urbanen Raums, Theater & Film, Spaziergangswissenschaften

Meine aktuellen anderen Projekte

Seit einem gutem Jahr wirke ich bereits bei IdeenHochDrei mit. Dort arbeite ich als Unternehmensberaterin an der Idee mit, Unternehmen auf dem Weg zur „Lebendigen Organisation“ zu unterstützen. Gerade entwickeln wir ein Konzept zu „Erfolgreiches Scheitern“.

Durch meine Masterthesis habe ich mich ausführlich mit dem Konzept der Resilienz beschäftigt, insbesondere wie sich ein resilientes ökonomisches System gestalten lassen würde. Hierzu baue ich in naher Zukunft einen eigenen Blog auf: www.resilienz.org

Darüber hinaus arbeite ich an einzelnen Veranstaltungen bei TheChanger im Raum München mit.

In der Rolle als Referent und Workshopleiter arbeite ich außerdem vereinzelt bei UnternimmDich mit.

Meine Fachbeiträge zur Initiative

Als kompletter Neuling bin ich erst einmal gespannt, neue Gesichter, neue Geschichten, neue Motivationen, andere Erfahrungen kennenzulernen. Mich reizt es immer über den Tellerrand hinauszuschauen, sich von außen inspirieren zu lassen, Schnittstellen zu entdecken, querzudenken.

Mich interessiert besonders das Thema, wie man Menschen aus ihren Gedankengefängnissen befreit und sie dazu befähigt ihrer Leidenschaft nachzugehen. Dabei kann ich vor allem Einblicke in meinen Weg geben und darüber erzählen, wie es ist, sich bereits direkt nach dem Studium selbstständig zu machen und wie sich Arbeit gestalten lässt. Darüber hinaus kann ich Einblicke in meine Generation geben, die gerne in den Medien als Y-Generation bezeichnet wird.

Außerdem erzähle ich gerne über die Idee und die Motivation von Samstag Rad.



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