Thomas Lattner im Profil

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Thomas Lattner, Test- und Qualitätsmanagement, Projektmanagement- und Startup-Beratung aus Uhingen.

Thomas Lattner

Test- und Qualitätsmanagement, Projektmanagement- und Startup-Beratung

Lattner
Uhingen
Baden-Württemberg | Deutschland

about.me/thomas.lattner

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft...

…damit darf nicht gemeint sein, der Lebenswelt und der Arbeitswelt getrennt voneinander eine Zukunft zu geben. Denn immer, wenn wir eine Teilwelt definieren wollen, kommen wir nicht umhin, das Abgrenzende festzulegen; mit Rollen verhält es sich genauso.

Zugegeben: Ich liebe Schubladen. Wirklich! Ich mag es zu sortieren und sich Dinge ganz genau anzuschauen und zu ordnen. Immer wieder wendet man die Sortierregel befriedigend an, bis man vergessen hat, dass die Sortierkriterien willkürlich festgelegt wurden. Und dann taucht plötzlich etwas auf, was die Anwendung der Regel herausfordert. Wird nun vorschnell ein Auge zugedrückt und das Neue in eine der vorhandenen Schubladen gelegt, wird aus der schönen Theorie, die mit der bisherigen Praxis im Einklang stand, eine Ideologie. Taucht ein dem eben noch Neuen ähnliches auf, beruft man sich auf die Praxis und sortiert konsequent aber falsch weiter. Ein wiederholter Irrtum bleibt jedoch ein Irrtum.

Um einen erlebten Konflikt zwischen Lebens- und Arbeitswelt zu lösen, darf man daher nicht nach den Grenzen fragen, sonst würde man zu viele Lösungsmöglichkeiten ausschließen. Das bedeutet auch, dass die Frage nach dem Zusammenspiel von Arbeit und Leben nicht final beantwortet werden darf. In jeder Rolle liegt eine Chance, die nur dann, wenn sie zum richtigen Zeitpunkt eingenommen wird, einen Nutzen hervorbringt.

Rollen sind künftig inhaltlich und zeitlich bewusster einzunehmen. Dies im gegenseitigen Respekt für einen persönlichen und gemeinnützigen Wechsel derselben. Rollenbewusstsein, Abstraktionsvermögen und Lebensbejahung stellen meines Erachtens zukunftskritische „Softskills“ dar.

Einsteigern in die Arbeitswelt – und welcher Rollenbewusste ist das nicht? – mögen sich daher weniger von „was will ich werden?“ als von „was will ich sein?“ leiten lassen, um nicht zu schnell auf vorgetrampelte Pfade zu gelangen.

Leben und arbeiten gehören zusammen...

…weil Arbeitszeit Lebenszeit ist und Arbeitsraum Lebensraum. Aber warum ist das für viele – mich eingeschlossen – oftmals so schwierig zu realisieren? Vielleicht weil mindestens einer der Begriffe ungeschickt gewählt ist?

„Lebenszeit“ definiere ich für mich als die Begrenzung unseres Lebens auf der Zeitachse, deren länge wir freilich nicht kennen, aber dennoch das offensichtlichste knappe Gut ist, das wir kennen. Es gilt also, mit seiner Zeit zu wirtschaften – eine generelle Wertschätzung des Lebens dabei vorausgesetzt. Aber was ist Leben?

„Arbeitszeit“ halte ich für einen ebenso unglücklichen Begriff, denn was Arbeit ist oder als Arbeit erlebt wird oder als Arbeit anerkannt wird, sorgt für einige Diskussion. Wäre der Begriff klar, würden wir uns mit ihm nicht so viel Arbeit machen müssen und Lebenszeit verschwenden. ;-)

Um dieser Verschwendung Einhalt zu gebieten, versuche ich den Begriff „Arbeit“ nur dann zu verwenden, wenn ich etwas tue, wofür ich das vielleicht universellste Austauschmittel erhalte, das wir kennen: Geld. Damit ist für mich klar, dass ich mit Arbeit nicht zwingend einen konkreten Zweck erfülle sondern ein Mittel zum Zweck anstrebe.

Aus meiner Wertschätzung gegenüber dem Leben entstehen daraus zwei Pflichten: Mit dem Mittel „Geld“ sinnvoll umzugehen und zweitens die Erlangung des Mittels „Geld“ möglichst sinnvoll zu gestalten. Damit wird Arbeitszeit zur Lebenszeit und nicht zur Lebenszeitverkürzung. Das ganze heißt leider nicht, dass mir das immer oder auch nur oft gelingt, aber es bewegt mich, mich darüber auszutauschen und mich hoffentlich zu entwickeln.

Bewusst leben. Erfolgreich arbeiten. Zukunft gemeinsam gestalten.

Meine Vision – wie könnte es anders sein – ist die Welt zu verbessern! :-)

Das mag nicht sehr konkret sein, aber welcher Seefahrer hat je geglaubt, mit seinem Schiff beim Polarstern heraus zu kommen – und dennoch war diese Navigation überlebenswichtig.

Zudem beobachte ich bei einigen senioren Experten in meinem Umfeld ebenfalls die Suche nach mehr Sinnstiftung ganz allgemein.

Lauter üble “Weltverbesserer”? Mitnichten: Ich glaube sogar, dass bewusste Expertise eine Schlüsselkompetenz zu mehr Miteinander und Füreinander sein kann.

Denn (echte) Experten beobachten Ihr Gebiet bewusst und stecken dieses immer wieder aufs Neue ab, haben Erfahrung damit, welche Wirkung ihr Rat bei Ratsuchenden hat oder haben kann und Sie wissen, wann sie sich zurückhalten bzw. auf andere Experten verweisen müssen. Auch können sie formulieren, mit welchen Maßnahmen sich weiteres Wissen erlangen lässt um Risiken zu minimieren. Zukunft durch sozialkompetente bewusste und bewusst agierende Experten?!

Erfolg ist, wenn es weitergeht – das sagt schon das Wort. Mit Erfolg ist es aber so, wie mit einem Witz: Er ist nur gut, wenn alle sich darüber freuen können. „Gegenseitiger Erfolg“ ist also ein „weißer Schimmel“. Die Gegenseitigkeit zu gewährleisten, ist die Kunst. Es reicht z.B. nicht aus, dass ich wenig ausgegeben habe, meine Tochter glücklich ist und die H&M-Verkäuferin auch.

Meine Begeisterung benötigt fast keinen Anschub von außen. Ich kann mich selbst für unglaublich viel Begeistern. Genau das bringt mich aber manchmal in Schwierigkeiten, denn ich würde ständig etwas Neues anfangen wollen, wenn ich merke, dass es Sinn stiftet. Das kann ein tieferer ernsthafter Sinn sein oder auch nur der Sinn, der sich ergibt wenn man zusammen eine gute Zeit hat und Träume/Pläne/Ideale teilt.

Um mich in meiner Begeisterungsfähigkeit nicht allzu sehr zu verzetteln, verfolge ich zwei Strategien bzw. Arbeitshypothesen:
1. glaube ich, es hilft/beschleunigt, die (jeweilige) Welt zu verbessern, wenn man weiß wo man steht.
2. glaube ich, dass man die Welt nur verbessern kann, wenn man gekonnt zusammenarbeitet.

Zu 1. „Standortbestimmung“ habe ich mich seit etwa 2002 auf das Test- und Qualitätsmanagement in großen und/oder interkulturellen Software Projekten eingeschränkt – eine Konsequenz meiner Ausbildung zum Dipl.-Ing.FH der Technischen Informatik und langjährigem Einsatz als Software-Entwickler und Software-Architekt.

Hier begeistert mich immer wieder, welches Integrationspotential allein darin besteht, dass man systematisch zur Dokumentation eines Ist-Zustandes beiträgt und bereit ist diesen – ohne Schuldzuweisungen und mit klar erkennbarem Wohlwollen – allen Ebenen zu kommunizieren. Das Test- und Qualitätsmanagement empfinde ich daher als eine sehr mächtige Disziplin. „Macht“ im Sinne „Erkennen und Erweiteren von Handlungsspielräumen“. Offenbar habe ich dafür eine Begabung, die mir breite Anerkennung zukommen lässt, die mir auch erlaubt immer wieder „frech“ zu fragen, wo die Reise hingehen soll und warum.

Zu 2. „Zusammenarbeit“ beschäftigte ich mich bis 2013 lediglich implizit, obwohl sie integraler Bestandteil der erstgenannten Zunft ist. Seitdem arbeite ich an einem interdisziplinären Konzept zum „Internet of Experts (IoE)“, auch als Kontrast zum „Internet of Things (IoT)“, welches ich vor der Realisierung eines IoE als Trojanisches Pferd erachte.
Mit „OSuM“, so der Arbeitstitel meines IoE, hoffe ich für andere aber auch für mich optimale Vorraussetzungen für echten Expertenaustausch zu schaffen.

Meine Beiträge zur Initiative - EnjoyWorkCamp Session(s)

Ich werde das erste Mal auf dem EWC sein, wenn auch leider nur einen Tag. Danach beginnt das Wochenende mit meinen vier Kindern, meiner Frau und meinen Eltern.

Ich war inzwischen drei Mal auf dem LeanCamp und zweimal auf dem PM Camp in Stuttgart. Beides sind BarCamps von denen ich Anregungen und Motivation verdanke. Mir ist die Form des BarCamps sehr sympatisch!

Besonders interessiert mich, weitere Erkenntnisse zu professionellem Expertenaustausch zu erlangen. Was sind Grundvorraussetzungen dafür, dass Experten bereit sind, Wissen anderen Experten mitzuteilen bzw. Rat einzuholen und zwar so, dass dies minimal-invasiv in ihren Arbeitsalltag eingreift.



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