Ivo Mersiowsky im Profil

Ivo Mersiowsky ist Impulsgeber unserer Initiative. Alle Akteure findest Du in unserer Impulsgeber-Liste.

Dr. Ivo Mersiowsky, Impulsgeber. Katalysator. Potenzialentwickler aus Tübingen.

Dr.-Ing. Ivo Mersiowsky

Berater

Quiridium GbR
Tübingen
Baden-Württemberg | Deutschland

quiridium.de

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft...

Ich habe fünf Lebenswelten, die mich inspirieren und mit Energie versorgen:

  • meine Heimat (Hamburg & Tübingen),
  • meine Leidenschaften – Wandern, West-coast Swing-Tanzen und Impro-Rollenspiel – und
  • Quiridium.

Quiridium ist meine erste Gründung, eine selbstgestaltete Arbeitswelt, ein verwirklichter Traum: ich fand meine Geschäftspartnerin, weil wir so angeregt über Führung, Nachhaltigkeit und Lernen diskutierten – und dann beschlossen wir, daraus ein gemeinsames Unternehmen zu machen. Wir sind überzeugt, dass Führungskräfte in Anbetracht von Komplexität und schnellem Wandel vor allem einen Kompass, einen Fortschrittsindikator und zuweilen Begleitung auf ihrer Abenteuerreise gebrauchen können.

Der Kompass ist ein sinnerfüllter Unternehmenszweck und eine klare Strategie. Der Fortschrittsindikator ist ein Maß für nachhaltige Produktivität, nämlich Kundennutzen pro Ressourcenaufwand. Unter Kundennutzen verstehe ich durchaus auch einen gesellschaftlichen Beitrag, denn ein guter Unternehmenszweck strebt mehr an als nur individuellen Gewinn. Und mit Ressourcen meine ich nicht nur Energie, Rohstoffe und Umweltfaktoren, sondern auch menschliche Kompetenzen und Motivation.

Die aktuellen Diskussionen um digitale Transformation und agile Organisationen zeigen deutlich: inzwischen ist der technologische Wandel schneller als das menschliche Lernen. Wenn wir mit immer neuen Features überperformen, überfordern wir die Kunden und gleichzeitig verschwenden wir dafür unsere begrenzten Ressourcen. Die Balance von Nutzen und Aufwand ist also die zentrale Herausforderung für die nachhaltige Unternehmensführung.

Wir können und wir sollten das lernen. Dabei inspirieren mich Peter Senges fünf Disziplinen der lernenden Organisation, Frederic Laloux‘ integrale Betrachtung von Organisationen und die Arbeiten von Ulf Brandes zu Management Y. *

(*) amazon Affiliate-Links. Die Erlöse kommen der Initiative EnjoyWork zugute.

Leben und arbeiten gehören zusammen...

…, weil der Mensch ein sonderbares Tier ist, das sich seinen Daseinszweck frei wählen darf. Meine Arbeit erfüllt mich mit Sinn und Motivation, durch sie verleihe ich meinem Tun Bestimmung und Richtung. Arbeiten ist meine Möglichkeit, der Welt etwas zu geben, anstatt nur zu nehmen.

Anfangs dachte ich, mit Ökobilanzen könnte ich die notwendigen Erkenntnisse für ein nachhaltiges Produktmanagement beisteuern. Doch Analysen allein genügten nicht. Jahrelang habe ich mich über dilberteske Manager geärgert: Strategie verkürzten sie auf Umsatz und Gewinn und die Frage nach dem tieferen Sinn beantworteten sie mit Achselzucken. Ich spürte, wie meine Loyalität gegenüber meinen Arbeit-Gebern schwand.

Im Gegenzug begeisterte ich mich für die oft ehrgeizigen Projekte meiner Kunden, denn sie wurden zu meinen Sinn-Gebern. Einmal stand ich mit einem Kunden gemeinsam vor Gericht, und wir traten füreinander und für unsere Sache ein – so etwas hatte ich bis dahin nie erlebt.

Weil ich die Rolle als Rat-Geber anmaßend fand, wollte ich Impuls-Geber und Katalysator werden. Zwei meiner früheren Chefs sagten mir, ich könne ein Change Agent sein – beiden war ich zuweilen auch zu ungestüm in meinem Veränderungswillen. Nun unterstütze ich jene, die etwas verändern wollen, die Bremsen zu lösen.

Bewusst leben. Erfolgreich arbeiten. Zukunft gemeinsam gestalten.

Meine Geschäftspartnerin regte mich zur Auseinandersetzung mit meinen eigenen Haltungen und meinem Verständnis vom Lernen an, und das brachte mich weiter.

Früher war ich zufrieden, ein braver Schüler zu sein, der meidet, was er nicht kann. Doch mit über vierzig beschloss ich, Tanzen zu lernen, was mich stets mit Angst und Schrecken erfüllt hatte.

Professionalität hatte ich mit stirnrunzelndem Ernst verwechselt – nun forderte ich mich mit Impro-Rollenspiel heraus, weil ich Spielen als Lernen verstand.

Inzwischen gestatte ich mir zu träumen, dass ich als ganzer Mensch in meiner Arbeitswelt wirksam werde und nicht 80% meines Wesens an der Garderobe abgebe, um eine professionelle Maske aufzusetzen.

Ich habe festgestellt, dass ich tiefere und produktivere Beziehungen mit Kunden und Partnern entwickle, denen ich mich öffne und die im Gegenzug auch mehr von sich selbst preisgeben. Indem wir einander an Wegkreuzungen begegnen, gemeinsam neue Wege gehen und miteinander lernen, finden wir Lösungen, die wir zuvor für undenkbar hielten.

Da geht es um mehr als nur Freude an der Arbeit: ich glaube, es ist die Voraussetzung, dass ich mit meinem Leben zufrieden sein kann, wenn es mal vorüber ist.

Über mich

Impulsgeber. Katalysator. Potenzialentwickler. Bessere Jobbezeichnungen haben wir nicht gefunden. Zumal wir Menschen mehr sind als Positionen. Hamburger. Ingenieur. Meiner Motivational Map-Analyse zufolge arbeite ich gern als Sinnsucher, Kreativer und Freigeist. Am liebsten nehme ich Herausforderungen aus dem Spannungsfeld von Mensch und Produkt an.

Aktuell bringe ich mit Pionieren aus dem Fensterbau ein Innovationsforum auf den Weg: das Produkt Fenster war bislang Musterbeispiel für einen stetigen Innovationsprozess und steckt nun im Preiswettbewerb fest. Wir wollen herausfinden, wie deutsche Mittelständler mit disruptiven Innovationen im Fensterbau zukunftsfähige Hidden Champions werden können.

Welche Anforderungen bringen Industrie 4.0 und das digitalisierte Bauen mit sich? Wie lernt heute die Generation Z, Fensterbauer von morgen zu werden? Wie gelingt die Gratwanderung zwischen High-tech und Handwerk?

Meine Fachbeiträge zur Initiative

Weitere Beiträge im Quiridium-Blog.



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