Joan Hinterauer im Profil

Joan Hinterauer ist Impulsgeber unserer Initiative. Alle Akteure findest Du in unserer Impulsgeber-Liste.

Joan Hinterauer, New Work Ambassador - Botschafter der neuen Arbeitswelt aus Salzburg.

Joan Hinterauer

New Work Ambassador - Botschafter der neuen Arbeitswelt

Institut und Akademie für Wesentliches
Lochen am See (nähe Salzburg)
Österreich

newworkambassador.com

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft...

Mein Grundcredo: „Arbeit ist Leben“ – wenn wir davon ausgehen, dann ändert sich viel in unserem Leben. Die grundsätzliche und strikte Trennung von Arbeits- und Frei-Zeit kann immer mehr entfallen, vorausgesetzt wir verstehen die einhergehenden Botschaften. Nämlich, „do what you love“ und „mache die Beziehungen zu den Menschen zum Zentrum deines Lebens“. Wer in der Lage ist diese Haltung zu integrieren, braucht sich nur mehr um 1 echtes Leben zu kümmern. Zudem bist du in diesem Moment in der Lage, dich als Mensch ganz zu zeigen, das ist mitunter eines der größten Geschenke, die wir uns selbst machen können.

Leben und arbeiten gehören zusammen...

… weil jeder von uns nur 1 ganzer Mensch ist. Ich habe lange selbst erlebt, wie es sich anfühlt im Hamsterrad mitzulaufen – die Karriereleiter hinauf zu klettern und sich dabei von seinem Wesenskern und seiner Familie immer weiter zu entfernen … zu welchem Zweck eigentlich? Diese Frage war meine Rettung, zusammen mit dem Angebot in die Geschäftsführung „aufzusteigen“. Ich nahm mir einige Wochen Zeit und kam zu der Erkenntnis, dass, wenn ich dieses verlockende Angebot annehme, immer nur noch schlimmer werden würde – die Abhängigkeit von diesem System wäre weiter angestiegen, mit jeder Gehaltserhöhung und mehr an Macht wäre ein Ausstieg noch schwieriger geworden.

Dank der Reflektion mit meiner Frau Maria habe ich dann die richtige Abzweigung erwischt. Heute sind wir beide selbstständig und gerade am Weg die ganzen gesellschaftlichen Konditionierungen zu verarbeiten, um eine bereicherndes Leben zu führen – das schließt „Arbeit“ nicht aus, macht sie aber auch nicht zum Mittelpunkt. Im Mittelpunkt stehen die Beziehungen zu den Menschen die uns wichtig sind.

Ich wünsche mir, dass alle Menschen die Möglichkeit haben diesen Weg zu beschreiten. Das bedeutet aber einen Paradigmenwechsel, denn Umsatz … Gewinn … Wirtschaftswachstum … BIP können in einer Zeit, wo die Beziehungen unter den Menschen im Mittelpunkt stehen, nicht mehr die maßgebenden Eckpfeiler unsere Gesellschaft sein.

Bewusst leben. Erfolgreich arbeiten. Zukunft gemeinsam gestalten.

Freude kommt dann auf, wenn Menschen in Ihrer Kraft und Energie sind. Um dort hin zu finden, braucht es ehrliche Mitmenschen, die einem dabei helfen seinen Weg zu finden und die eigene Fähigkeit, sich selbst ehrlich zu reflektieren. Wer offen ist, sich dem Leben hinzugeben, den wird es automatisch auf den Weg „schleudern“ – dann wird das Leben erst so richtig lebenswert. Damit meine ich nicht, dass es nur mehr eine Möglichkeit gibt, sich auf seinem Weg auszudrücken. Ich glaube vielmehr, dass jeder einzelne eine so universelle Botschaft trägt, die er in vielen verschiedenen Lebensbereichen und Umfeldern zum Ausdruck bringen kann.

Ich merke in den letzten Monaten bei mir selbst, dass sich viele Möglichkeiten ergeben Neues zu integrieren. Mein Weg entwickelt sich mehr und mehr in die Richtung authentische Nachhaltigkeit. Das ist so universell, ich kann es im Umfeld von Unternehmen – aber genauso gut in Hinblick auf Natur oder Landwirtschaft ausdrücken.

Ich glaube, wenn wir diesen Weg erkannt haben, haben wir unseren wahren Beruf gefunden. Welches Fachgebiet wir im „Arbeitsleben“ einschlagen, ist eher zweitrangig. Es geht darum, unsere Einzigartigkeit, unabhängig von Spezialisierungen zum Ausdruck zu bringen – das ist Freude.

Über mich

Ich bin 1981 auf einem Bauernhof in der Nähe von Salzburg geboren. Nach einer eher einsamen und naturnahen Kindheit, habe ich mich in meiner Jugend für eine technische Ausbildung im Bereich Maschinenbau/Umwelttechnik entschlossen. Den Abschluss in der Tasche habe ich nach einem Jahr Zivildienst beim Roten Kreuz, den Schritt ins Arbeitsleben gewagt. Ich wurde ins kalte Wasser geschmissen und habe schnell gelernt zu schwimmen. Von diversen Projektleitungsjobs bin ich dann in den technischen Vertrieb gewechselt; zuerst national, später international mit klassischem Meilensammeln.

Zuletzt war ich dann bei einem regionalen Unternehmen, das recht bodenständige Produkte herstellt, aber leider in den Fängen einer Finanzholding ist. Als man mir Ende 2014 dort die Geschäftsführung angeboten hat, war das für mich Grund genug das Unternehmen zu verlassen und aus dem Hamsterrad auszusteigen. Unser Sohn war damals 1,5 Jahre alt und ich hatte ihn in dieser Zeit viel zu wenig gesehen. Ebenso war ich für meine Frau Maria nicht so da, wie ich mir das wünsche.

Wie ihr vielleicht merkt, hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt nichts mit Themen rund um die Entwicklung von Menschen & Organisationen zu tun. Die Inspiration dazu kam von Frederic Laloux mit seinem Buch „Reinventing Organizations“. Das Buch beschreibt eine Unternehmenswelt, die mir das Herz öffnet, weil ich den ganzen Schmerz der künstlichen Machthierarchien damit verarbeiten konnte.

Als Querkopf und Inspirator versuche ich nun seit August 2015 mehr Menschen für die Förderung der Entwicklung solcher Unternehmenskulturen zu begeistern. Ob du sie New Work, Arbeit 4.0, neues Arbeiten, Teal, … oder sonst wie nennst, ist mir im Wesentlichen egal. Entscheidend ist für mich, dass wir verstehen lernen, dass es sich um eine Haltung & Kultur handelt, welche die Beziehungen unter den Menschen im Fokus hat und ständig an der Klarheit dieser arbeitet. Methoden wie Holacracy oder Soziokratie können die Bildung dieser Kultur zwar unterstützen, sind für sich alleine aber niemals eine Lösung. Und übrigens, agil ist für mich nicht neues Arbeiten .. ;-).

Nachdem im Jänner 2016 unsere Tochter auf die Welt gekommen ist, hat sich meine Frau Maria im Herbst letzten Jahres auch selbstständig gemacht. Unser Leben ist herrlich herausfordernd und komplex, weil wir unsere Kinder in keine Betreuungsstätte geben wollen. Das bedeutet, dass wir beim Aufbau unserer Selbständigkeit auch unsere Kinder immer irgendwie mit an Bord haben. Zudem arbeiten wir vermehrt daran, die Ganzheit zu leben, indem wir uns viel mit den weiblichen und männlichen Qualitäten beschäftigen und Spiritualität mehr und mehr in unser Leben integrieren. Zusammen sind wir ein „weitsichtiges“ Team, das Menschen und Organisationen professionell und kompetent dabei begleitet, sich aus der eigenen Kraft heraus, zu einer Zukunftsorganisation zu entwickeln, die den Menschen im Fokus hat.

In den letzten Monaten kristallisiert sich bei mir die Verbundenheit zur Natur und Mutter Erde sehr stark heraus. Mein Herz begeistert sich mehr und mehr für nachhaltige Projekte in diesem Umfeld. Als Beispiel haben wir vor, meinen elterlichen Bauernhof zu einem Zentrum für regionale nachhaltige Entwicklung auszubauen.

Mein Kernantrieb ist es, einen wesentlichen Beitrag zur Veränderung unserer Gesellschaft hin zu mehr Bewusstheit über Beziehungen unter Lebewesen und zur Natur hin, zu leisten. Die Welt der Organisationen stellt für mich dabei einen großen Hebel dar, da Unternehmen zum Großteil unsere heutige Gesellschaft maßgeblich gestalten.
Arbeit ist Leben, und das Leben ist schön.

Meine Beiträge zur Initiative - EnjoyWorkCamp Session(s)

Holokratie Erfahrungen, intuitive Problemlösung, Erfahrung Road Trip

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