Karsten Poetschke im Profil

Karsten Poetschke ist Impulsgeber unserer Initiative. Alle Akteure findest Du in unserer Impulsgeber-Liste.

LL.M. Adv. (Leiden) Karsten Poetschke, Referent der Geschäftsführung aus Dresden

LL.M. Adv. (Leiden) Karsten Poetschke

Referent der Geschäftsführung

TraceTronic GmbH
Dresden
Sachsen | Deutschland

tracetronic.de

Lebens- & Arbeitswelten mit Zukunft...

Für mich ist Arbeitswelt ein (wichtiger) Teil der Lebenswelt. Es ist die Gesamtheit der Faktoren, die mich beim Arbeiten beeinflussen bzw. die ich beeinflusse. Faktoren können hierbei Personen, Trends, Technik, Bürowelten, … sein. Eine der großen Herausforderung ist es, das Zusammenwirken der Faktoren zu verstehen. Darüber hinaus scheint sich die Veränderungsgeschwindigkeit der Faktoren zu erhöhen. Dadurch gewinnt die Fähigkeit zur Selbstreflektion und Anpassung der eigenen Handlungen einen höheren Stellenwert. Insofern ist es eine wichtige Aufgabe für Organisationen diese Fähigkeit bei Ihren Mitarbeitern zu stärken und eine bewusste Entschleunigung des Arbeitsalltages zu fördern.

Aus meiner Erfahrung lassen sich Lebens- und Arbeitswelten auch nur bedingt trennen. Eine gut strukturierte Verquickung beider Bereiche kann, für das Individuum und seine Umwelt sogar einen Mehrwert schaffen. Dort wo sich Berufliches und Privates mischen, lassen sich häufig nachhaltige Erfolge erzielen. Komplexe Probleme können gelöst, Differenzen überbrückt und Fehlinterpretationen vermieden werden.

Während meiner Zeit beim Europarat konnte ich mehrfach beobachten, wie die Einbettung von Verhandlungen in ein legeres Umfeld diese erleichterte. Und auch in meiner jetzigen Firma (TraceTronic GmbH) ist es offensichtlich, dass eine Kultur, welche ein privates Miteinander fördert, die Qualität, Effizienz und Zufriedenheit der Arbeit im Unternehmen verbessert. Sicherlich gibt es auch Gegenbeispiele, wo persönliche Differenzen das Arbeitsverhältnis belastet haben, da nicht nur positive Emotionen aus dem privaten Umfeld übertragen werden. Dies zu erkennen und entsprechende Lösungsmechanismen bereitzustellen ist eine wichtige Aufgabe zur Entwicklung von Organisationen.

Im Rahmen meiner Arbeit als Organisationsentwickler versuche ich ein Umfeld zu schaffen, in dem positive Beziehungen aufgebaut und erhalten werden können. Ich bin überzeugt, dass es möglich ist durch die genaue Beobachtung von Organisationen und Beachtung von Erkenntnissen aus der Organisationspsychologie resistente organische Strukturen zu schaffen, welche leben und atmen. Damit meine ich deren Fähigkeit, sich selbst bewusst zu optimieren und selbst zu reparieren. Darüber hinaus nehme ich Organisationsarbeit als Netzwerkarbeit war.

Zentrale Fragen sind daher für mich:

  • Wie funktionieren Organisationen?
  • Welche Lösungsmechanismen und Strategien entwickeln sich in sozialen Netzwerken normalerweise automatisch?
  • Welche grundlegenden Regeln sind für einen gesunden Organismus/Struktur/Netzwerk notwendig?
  • Welches Arbeitsumfeld fördert bestimmte Arten von Zusammenarbeit?
  • Wer kann die Arbeitsumwelt wie gestalten?

Leben und arbeiten gehören zusammen...

… da

  • … ich mich auch über die (Qualität der) Arbeit definiere.
  • … ich viel Zeit mit „Arbeit“ verbringe und dieser Energieaufwand langfristig auch nur möglich ist, solange die Arbeit Spaß macht und ein Teil der aufgewendeten Energie rückgewonnen werden kann.
  • … Arbeit auch ein Leben neben der Arbeit ermöglicht in dem sie die materielle Grundlage schafft.
  • … „Arbeit“ ein relativer Begriff ist und viele Tätigkeiten im Privaten auch den Charakter von Arbeit haben können (z.B. ehrenamtliches Engagement).
  • … Arbeit, neben Freunden und Familie für mich eines der Standbeine meiner Person ist, welche sich gegenseitig stützen und temporäre Defizite in einem der Bereiche ausgleichen.

Da Menschen verschieden sind, glaube ich nicht, dass es ein Modell gibt, was für alle funktioniert. Die Frage sollte daher eher lauten: Welche Modelle gibt es und wie können sie verknüpft werden und es so Menschen, die sich in verschiedenen Modellen wohlfühlen, erlauben miteinander zu arbeiten.

Allen Modellen sind jedoch die zukünftigen Herausforderungen gemein. Wie schon betont, glaube ich, dass insbesondere Entschleunigung wichtig ist und eher der persönliche Kontakt und nicht Maschinen und Technik die Geschwindigkeit der Arbeit vorgeben sollten. Arbeitszeit sollte meist auch Zeit für Kreativität beinhalten (leider gilt dies nur bedingt für einige Arbeitsplätze). Eine weitere Herausforderung ist, das Bewusstsein über den Wert der Arbeit für den Einzelnen zu schärfen. Es ist ein Privileg in einem Bereich zu Arbeiten der einem gefällt und in welchem das Umfeld auch das Arbeiten fördert. Es sollte ein Ziel sein, dies auch mehr Menschen zu ermöglichen, da es immer noch eine große „nicht privilegierte“ Arbeitswelt gibt.

Für innovative Ideen zur Gestaltung von Arbeitswelten suche ich nach dynamischen und skalierbaren Lösungen, welche sich an funktionierenden Sozialnormen orientieren. Die Übertragung von diesen Sozialnormen wie wir sie aus Familien, Sippen, Großfamilien, oder Dörfern kennen, kann interessante Arbeitsumgebungen schaffen. Hierbei ist es jedoch wichtig den unterschiedlichen Charakteren in einem Organisationskonstrukt eine zu ihnen passende Rolle zukommen zu lassen.

Bewusst leben. Erfolgreich arbeiten. Zukunft gemeinsam gestalten.

Mein Ziel ist es, anderen bei der Erfüllung ihrer Vision zu helfen. Als Rahmenbedingungen ist es hierfür hilfreich, wenn die Kollegen selbst verantwortungsvoll handeln und eine eigene Vision haben. Darüber hinaus sollte es klare Entscheidungskompetenzen und Mandate geben, da sie die Grundlage für eigenverantwortliches Arbeiten bilden.

Ferner muss die Arbeitsumwelt mir erlauben, meinem Credo treu zu bleiben:

„Wohltun wo man kann, Freiheit über alles lieben
und Wahrheit auch vor Thronen nicht verleugnen“.

Ich brauche eine Umgebung, wo Hilfe für andere eine wichtige Rolle spielt und akzeptiert ist und in der man eigenverantwortlich handeln kann. Mikro-Management ärgert und demotiviert mich eher.

Nicht zuletzt sollte die Arbeitsumwelt Feedback zulassen und aufnehmen. Ich weiß aus eigener Erfahrung wie demotivierend es ist, 2 Jahre Verbesserungsvorschläge in ein betriebliches Verbesserungswesen einzustreuen, ohne dass es zu Ergebnissen kommt. Stillstand ist für mich nicht akzeptabel.

Über mich

Ich würde mich selbst als Weltenbummler und bunten Hund beschreiben. Nach meinem Studium der Internationalen Beziehungen und einem Master im Völkerrecht habe ich zwischenzeitlich als Rechtsberater, Risiko-Analyst, Forscher zu KMU-Themen und Berater für Organisationsfragen gearbeitet.

August 2017 bin ich wieder in Dresden gelandet, wo ich seither als Referent der Geschäftsführung für ein Technologieunternehmen in der Automobilbranche arbeite.

In meiner jetzigen Tätigkeit gehörten zu meinen Aufgaben die Entwicklung von Geschäftsmodellen, die (agile) Skalierung des Unternehmens, der Aufbau neuer Standorte, die Errichtung eines modernen Erweiterungsgebäudes für den Firmensitz, sowie die die Optimierung des Versicherungsportfolios. In diesem Zusammenhang interessieren mich insbesondere die folgenden Fragen, sowie ihre gegenseitige Beeinflussung:

  • Was macht die Kultur unseres Unternehmens aus?
  • Wie kann man sie trotz Firmenwachstum erhalten und ggfs. auch auf andere Standorte übertragen?
  • Wie skaliert man ein agiles Unternehmen?
  • Wie funktionieren unsere Geschäftsmodelle? Wie sollten sie funktionieren?
  • Welche Voraussetzung für modernes Arbeiten müssen wir schaffen?
  • Wie sieht ein modernes Arbeitsumfeld aus? (Wir sind in der glücklichen Lage, das bauliche Umfeld durch den Neubau in jeglicher Hinsicht zu gestalten.

Meine Motivation ist es – ganz plump ausgedrückt – „etwas zu bewegen“ oder „den Unterschied zu machen“. Mittlerweile ziehe ich meine Motivation auch aus dem Schaffen von Gestaltungs­­spiel­räumen für andere. Im Hinblick auf meine Firma oder mein Engagement in Vereinen heißt dies, dass ich es als meine Aufgabe ansehe, anderen ein „arbeits- bzw. lebenswertes“ Umfeld bereitzustellen und dieses zu bewahren.

Meine Beiträge zur Initiative - EnjoyWorkCamp Session(s)

Im EnjoyWorkCamp sehe ich eine Möglichkeit, über den Tellerrand zu schauen und sich mit anderen zum Thema Organisationsentwicklung auszutauschen. So hoffe ich, meine Erfahrungen aus dem Reorganisationsprojekt meiner derzeitigen Firma sowie aus meinen letzten Projekten als Organisationsberater in die Diskussion einzubringen. Zugleich erhoffe ich mir Input zu alternativen Organisationsmodellen sowie Feedback zu den konkreten Umsetzungsideen, welche in meiner derzeitigen Firma diskutiert werden.

Während ich seit Kurzem in einem agilen, stark skalierenden Tech-Unternehmen arbeite, durfte ich vorher traditionelle Organisationsmodelle in einem öffentlichen Umfeld kennenlernen und dort inkrementelle Verbesserungen einführen. Im jetzigen Umfeld beschäftigen mich insbesondere die Frage wie das Konstrukt „AGILE“ (bzw. eine agil arbeitende Organisation) skaliert werden kann.



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Service

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